Auf Papier getackerte Poesie

Materialbilder von Christoph Luger in der Innsbrucker Galerie Maier.

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Innsbruck –Eigentlich mag Christoph Luger das Großformat, um mit seinen malerischen Materialbildern ganze Wände zu tapezieren. Das geht in der Innsbrucker Galerie Maier nicht, weshalb sich der Kunstfreund mit aufregend kleinen Arbeiten zufriedengeben muss. Die leider in die für diesen Ort scheinbar unvermeidlichen Messingrahmen gezwängt sind.

Was die Poesie der Collagen des gebürtigen Bregenzers, der bei Max Melcher und Josef Mikl in Wien studiert hat, aber nicht wirklich stört. Zu überzeugend sind trotz ihrer Zartheit diese Bilder, in denen es um nichts genauso wie um alles geht. Um Stimmungen, Empfindungen, vage Assoziatives und autonom Farbräumliches.

Der 55-jährige Künstler hat unübersehbar ein Faible für Papier. Altes und neues, gekauftes und gefundenes, perforiertes, ausgefranstes, geknicktes, bemaltes, bedrucktes. Dieses klebt oder tackert Luger in einem raffinierten Spiel mit Auslöschung und Interaktionen, mit Farben und Strukturen auf aufwändig grundierte Untergründe, die dieses ebenso labile wie fragile Tun erden, ihm in realem wie übertragenem Sinn Festigkeit geben. (schlo)

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