Freiwillige Kurse statt verpflichtende Tests

Innsbruck – Vorfahrt für die Freiwilligkeit. Während andere Länder den Senioren am Steuer ärztliche Untersuchungen vorschreiben, gibt es in ...

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Innsbruck –Vorfahrt für die Freiwilligkeit. Während andere Länder den Senioren am Steuer ärztliche Untersuchungen vorschreiben, gibt es in Österreich so etwas nicht. Und das, obwohl immer mehr ältere Menschen in Autounfälle verwickelt sind.

Alleine im vergangenen Jahr ist die Zahl von Senioren (65 und älter), die an einem Unfall beteiligt waren – egal ob verschuldet oder unverschuldet –, laut Kuratorium für Verkehrssicherheit um 15 Prozent gestiegen. Gesetzliche Regelungen gibt es in Österreich zu dem sensiblen Thema weiterhin keine. Im Gegenteil: Bundesministerin Doris Bures will „keine weiteren Hürden“ für die Mobilität der älteren Menschen schaffen. Es gebe keinen Beleg dafür, dass „ältere Menschen risikoreicher“ unterwegs seien, heißt es im Infomaterial zu einem neuen Workshop des Kuratoriums. Dort sollen ältere Autofahrer vor allem eines lernen: sich selbst einzuschätzen. Und das weiter völlig freiwillig.

Gestern und heute besuchten beispielsweise in Volders zahlreiche Senioren den Pilotversuch. „Wir wollen dabei die Stärken der Menschen fördern“, sagt Daniela Pedross vom Kuratorium. Gezeigt werden bei den kostenlosen Vorträgen (unter dem Motto „bewusst.sicher“, ab sechs Personen möglich) Alltagssituationen, bei denen es Tipps und Tricks zur Sicherheit gibt. Nach der Testphase sollen die Workshops dann evaluiert werden.

2030 wird jeder dritte Lenker über 60 Jahre alt sein. Die EU schreibt auch deshalb ab 2033 nur noch befristete Führerscheine vor. (mw)

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