Appell: Flugplatz Nikolsdorf gemeinsam retten

Architekt und Pilot Martin Valtiner hat für den Planungsverband drei Zukunftskonzepte ausgearbeitet und hofft auf baldigen Konsens.

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Von Catharina Oblasser

Lienz, Nikolsdorf –Zwei Varianten, die Piste des Flugplatzes Nikolsdorf zu verlängern, sind schon auf Papier gebannt. Das dritte Konzept sieht eine Pistenabdrehung, also einen Schwenk der Landebahn, vor. Auch der Entwurf für die künftige Betreiber-GmbH liegt vor, sagt Architekt, Planer und Pilot Martin Valtiner gegenüber der TT. „Dazu gibt es einen Notariatsakt.“ Er sei Mitglied der Gruppe, die im Auftrag des Planungsverbandes und Bürgermeisters Josef Mair nach einer Lösung für Nikolsdorf sucht, so der Architekt. Wie berichtet, will der Tourismusverband (TVB) den Platz noch bis Ende Mai betreiben, danach soll eine Gesellschaft diese Funktion übernehmen. Wer das genau sein soll, halten alle Interessenten und Zuständigen bis jetzt streng geheim.

Interne Zwistigkeiten unter verschiedenen Fliegergruppen interessierten ihn nicht, meint Valtiner. „Wir brauchen eine tragfähige Lösung im Sinne der Osttiroler Wirtschaft“, appelliert der Architekt an alle Politiker und Funktionäre.

Er selbst wird in absehbarer Zeit mit seiner 3,4 Tonnen schweren TBM 850 nicht mehr in die Lüfte aufsteigen. Die Maschine braucht eine Ausnahmegenehmigung, weil sie für die bestehende Piste zu schwer ist. Diese erteilt das Land, bisher war das nie ein Problem. Nun scheint das anders. „Die Signale sind nicht so, dass man mir die Genehmigung wieder geben möchte“, sagt Valtiner. „Gefährlich“ oder „ungeeignet“ sei seine Turboprop-Maschine aber keineswegs, will der Architekt klarstellen.

Eine Lösung ist erst in Sicht, wenn die Landebahn auf einer Breite von 18 Metern asphaltiert wird. Zurzeit ist das Asphaltband nur 12 Meter breit. Dann dürften auch Maschinen mit mehr als zwei Tonnen Gewicht starten und landen. Die Behörde hat dem TVB als Pächter dafür eine Frist bis Juni 2013 gesetzt.


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