Völs gewann die Elfer-Lotterie

Dank eines 2:0-Sieges in Imst schaffte Westligist Kufstein den Sprung in das Viertelfinale des Kerschdorfer Tirol Cups. Beim Derby zwischen Zirl und Völs fiel die Entscheidung erst im Elfmeterschießen.

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Von Tobias Waidhofer

Zirl/Imst –„Ärgerlich, sehr ärgerlich.“ Im ersten Moment überwog bei Roli Ortner der Unmut. Darüber, dass man die 1:0-Führung gegen den Favoriten Völs noch vor der Pause durch „ein komisches Gegentor“ aus der Hand gegeben hatte. Aber auch darüber, dass im Elfmeterschießen mit Himmet Erdogan und Matthias Pfiffer ausgerechnet die routiniertesten Spieler ausließen. Auch Torschütze Danijel Bjelic scheiterte.

So stand die 4:5-Niederlage nach Elfmeterschießen fest. Eine Schlappe, der Ortner wenig später auch einiges Positives abgewinnen konnte: „Es ist natürlich eine Bestätigung unserer Arbeit, wenn wir gegen den Dritten der Tiroler Liga so gut aussehen.“

Für den Zweiten der höchsten Tiroler Amteurliga ist die Cup-Saison vorbei. Der SC Imst musste sich Westligist Kufstein vor eigenem Publikum mit 0:2 geschlagen geben. „Wir haben gut mitgehalten. Uns hat ein bisschen die Kaltschnäuzigkeit gefehlt“, analysierte Imst-Trainer Thomas Schatz, der mit dem 0:2 seine erst dritte Pflichtspielniederlage in der Saison kassierte. Schwerer als das Ausscheiden wiegt aber der Ausfall von Mittelfeld-Hirn Manuel Westreicher, der mit einem tiefen Cut ausgewechselt werden musste.

Dass der Cup auch in Tirol durchaus andere Gesetze haben kann, bekam der SV Telfs zu spüren. Die Oberländer ging beim Landesligisten Mils baden. Schon zur Halbzeit führte der Tabellen-Sechste der Landesliga West mit 2:0. Danach spielte sich die Truppe von Trainer Gernot Glänzer in einen Rausch und schoss die Gäste mit 5:1 regelrecht vom Platz. Ansonsten hielten sich die Favoriten durchwegs schadlos. Westligist Hall gab sich beim 6:1 in Angerberg (Gebietsliga Ost) keine Blöße. Inzing (Landesliga West) siegte souverän bei Brixlegg/Rattenberg (Gebietsliga Ost) mit 4:1. Kitzbühel (UPC-Tirol-Liga) ließ Bezirksligist Rum beim 3:0 keine Chance. Und Kirchbichl (UPC-Tirol-Liga) gewann durch ein Goldtor von Yigit Baydar in Hippach (Landesliga Ost).

Ein weiteres Spitzenspiel des Achtelfinales zwischen den UPC-Tirol-Ligisten Reutte und Schwaz fiel gestern dem Wintereinbruch im Außerfern zum Opfer. „Der Platz war leider unbespielbar“, erklärte Reuttes Sportlicher Leiter Bernhard Hechenberger. „Ich wüsste allerdings gern, warum nicht am Kunstrasen gespielt wird?“, fragte sich Schwaz-Trainer Martin Hofbauer, dem beim angestrebten Ersatztermin unter der Woche (18:April/20 Uhr) wohl einige beruflich verhinderte Stammspieler abspringen werden.


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