OSZE soll Parlaments- und Präsidentenwahlen im Kosovo organisieren

Prishtina/Belgrad (APA) - Die kosovarische Regierung hat Bedingungen für die von Serbien geplanten Parlaments- und Präsidentenwahlen im Nord...

  • Artikel
  • Diskussion

Prishtina/Belgrad (APA) - Die kosovarische Regierung hat Bedingungen für die von Serbien geplanten Parlaments- und Präsidentenwahlen im Nordkosovo gestellt. Man würde die Wahl am 6. Mai in Gemeinden mit serbischer Bevölkerung zulassen. Im Gegenzug müssten dort jedoch Lokalwahlen im Einklang mit dem Status-Plan des ehemaligen UNO-Vermittlers Martti Ahtisaari organisiert werden. Wie die Tageszeitung „Koha Ditore“ am Freitag berichtete, sollen alle Wahlen von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) organisiert werden.

Mit diesen Lokalwahlen in den vier serbischen Gemeinden in Nordkosovo solle die Grundlage für den Einfluss der Kosovo-Regierung in diesem Gebiet mit serbischer Bevölkerungsmehrheit gelegt werden, beschrieb die Zeitung den Plan der von Albanern kontrollierten Regierung.

Belgrad hatte den Ahtisaari-Plan, der die Grundlage für die im Februar 2008 ausgerufene „überwachte“ Unabhängigkeit des Kosovo darstellte, abgelehnt. In Serbien wird derzeit von einem Vier-Punkte-Plan des am Donnerstag zurückgetretenen Präsidenten Boris Tadic gesprochen, der jenen Punkten des Ahtisaari-Plans ähnlich zu sein scheint, die sich auf die serbische Volksgruppe beziehen. Von nordkosovarischen Serben wird jede Autorität Prishtinas nach wie vor abgelehnt.

TT-Geburtstag: Jetzt eine von 76 Torten gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet automatisch.


Kommentieren