Fafga will mit Kulinarik wieder mehr Gäste anlocken

Nachdem im vergangenen Jahr die Besucher fehlten, öffnet die Gastronomie-Messe jetzt einem breiteren Publikum ihre Pforten.

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Von Christina Stieber

Innsbruck – Zum 25-Jahr-Jubiläum will die Tiroler Fachmesse für Gastronomie (Fafga) mit einem völlig neuen Konzept durchstarten und ihre Pforten erstmals für ein breites Publikum öffnen: „Wie in einem Hotel sollen sich die Fachbesucher auf der Fafga als Gast fühlen. Im Vorfeld und während der Messe wird heuer erstmals die ‚Gaumenkitzel‘-Messe für Essen und Trinken stattfinden, die unabhängig von der Fafga besucht werden kann“, beschreibt Projektleiter Stefan Kleinlercher, warum die Gastro-Messe heuer „superior“, also außergewöhnlich sein soll.

In den vergangenen Jahren war die Fafga diesem Anspruch nicht mehr gerecht geworden. 2011 verfehlte die Gastronomie-Messe mit 10.800 Besuchern deutlich ihre Ziele. Harald Ultsch, Spartenobmann für Tourismus und Freizeit in der Tiroler Wirtschaftskammer, vergleicht den Fafga-Relaunch mit dem Lebenszyklus eines Hotels: „Nach 25 Jahren braucht jedes Haus eine Generalüberholung.“ Auch Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf betont, dass „die Ansprüche der Gäste ständig steigen“. Man brauche ein frisches Konzept.

Deshalb will die Fafga im September 2012 gleich mit mehreren Neuerungen aufwarten: So werden die Verkaufsstände heuer bunt durchmischt, ein farbliches Leitsystem soll die Besucher durch den Branchenmix zu den verschiedenen Firmen führen. Dazu zählen erstmals auch Stände der Interalpin Tourism. Die Fachmesse der Seilbahnwirtschaft wird in die Fafga eingegliedert, „um Skigebieten die Möglichkeit zu geben, sich vor der Saison über Neuigkeiten zu informieren“, erklärt Kleinlercher.

Schon vor der regulären Messe, die heuer vom 17. bis zum 20. September stattfindet, öffnet vom 14. bis zum 18. September die „Gaumenkitzel“, auf der regionale und internationale Speisen von Publikum verkostet werden können. „Bei 40 Ausstellern wird von Speck über Marmelade bis zur Trüffelmanufaktur alles vertreten sein“, sagt Kleinlercher.

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Durch das neue Konzept rechnet Kleinlercher mit vielen Ausstellern: „Nach den rückläufigen Zahlen der vergangenen Jahre, in denen wir 200 bis 240 Aussteller hatten, sehe ich heuer eine Steigerung von 10 %.“ In den ersten drei Wochen seien schon 100 Anmeldungen eingegangen. Dabei will Kleinlercher weiterhin auf Qualität statt Quantität setzen: „Wir wollen bis 2012 die beste Fachmesse im alpinen Raum werden. Die Fafga soll jedoch keine Massenmesse, kein Einkaufszentrum werden.“


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