Spittaler Bürgermeister will Gondelbahn in Kärntner Nachbarort bauen

Klagenfurt (APA) - Der Bürgermeister der Kärntner Bezirksstadt Spittal, Nationalratsabgeordneter Gerhard Köfer (S), hat in der Samstagsausga...

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Klagenfurt (APA) - Der Bürgermeister der Kärntner Bezirksstadt Spittal, Nationalratsabgeordneter Gerhard Köfer (S), hat in der Samstagsausgabe der „Kärntner Tageszeitung“ („KTZ“) den Vorschlag gemacht, Spittal per Kuppelbahn mit der Nachbargemeinde Seeboden am Millstätter See zu verbinden. Grund ist das jahrelange Scheitern beim Bau eines Radweges durch die Lieserschlucht, die beide Orte verbindet. „Der Radweg ist mit rund vier Millionen Euro zu teuer. Die Seilbahn könnte auch ein touristisches Alleinstellungsmerkmal werden“, bestätigte Köfer der APA.

Zu den Kosten konnte der Stadtchef aber noch keine Auskunft geben: „Wir haben jetzt mit dem Eruieren begonnen. Ein Seilbahnkenner - wir haben ja gerade eine Neue auf den Hausberg Goldeck gebaut - befasst sich damit. In zwei Wochen wissen wir mehr.“ Jedenfalls sollen die Umlaufbahngondeln bei Umsetzung Halterungen für Fahrräder erhalten und auch Pendlern aus der Seenregion ab Seeboden nach Spittal dienen. „Eine Gondel kann das ganze Jahr fahren - und das relativ günstig“, so Köfer.

Die Bahn würde über den Wolfsberg, rund 750 Meter hoch, zwischen Seeboden und Spittal führen und nach Köfers Idee am Neuen Platz in der Bezirkshauptstadt enden. „Natürlich sind da noch Grundstücksfragen zu klären“, sagte der Bürgermeister. Der Radweg sei derart teuer, weil entlang der Katschberg Straße (B 99) in der Lieserschlucht „umfangreiche Hangsicherungsarbeiten und eine Sanierung der Straßenmauer zur Lieser“ notwendig seien, um diesen zu errichten.

Landeshauptmann Verkehrsreferent Gerhard Dörfler (FPK) sagte in der „KTZ“, das Land habe das 2009 erarbeitete Radwegprojekt mit Kosten von drei bis vier Millionen Euro beim Klimafonds des Bundes eingereicht. Die Strecke durch die von Autos und Lastern stark frequentierte Schlucht beläuft sich auf etwas mehr als zwei Kilometer. Derzeit befinden sich entlang der Straße zwei per Sperrlinie abgetrennte schmale Fahrradstreifen. Über verschiedene neue Radwegvarianten wird in der Tourismusregion seit mehr als zehn Jahren diskutiert.

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