Burmesischer Präsident traf Rebellen der Karen-Minderheit

Rangun (APA/dpa) - Der burmesische Präsident Thein Sein hat erstmals Gespräche mit einer Rebellengruppe der Karen-Minderheit geführt. Es sei...

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Rangun (APA/dpa) - Der burmesische Präsident Thein Sein hat erstmals Gespräche mit einer Rebellengruppe der Karen-Minderheit geführt. Es sei das erste Mal, dass Thein Sein Aufständische getroffen habe, bestätigte am Samstag ein Regierungsvertreter, der ungenannt bleiben wollte. Die 19 Vertreter der Karen-Nationalunion (KNU) seien für das Treffen am Samstag mit einem Sonderflugzeug in die Hauptstadt geflogen worden. Die KNU teilte danach mit, man habe sich auf die Einhaltung einer bereits vor Monaten vereinbarten Waffenruhe verständigt.

Die Rebellengruppe führt derzeit Friedensgespräche mit der Regierung. Ziele sind ein langfristiger Waffenstillstand, Sicherheitsgarantien für die Bevölkerung, die Rückkehr von Flüchtlingen sowie die Entminung weiter Gebiete des Karen-Gebietes. Die KNU-Rebellen kämpfen seit 1949 für Autonomie.

Nach Jahrzehnten der Unterdrückung ethnischer Minderheiten durch die Militärjunta bemüht sich der von den Streitkräften unterstützte, aber 2010 vom Volk gewählte Präsident Thein Sein als Teil seiner politischen Reformen seit dem vergangenen Jahr verstärkt um eine Aussöhnung mit den Rebellen.


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