Mehr als 100 pakistanische Soldaten von Lawine begraben

Islamabad (APA/Reuters) - Mehr als 100 pakistanische Soldaten sind am Samstag nach Armee-Angaben von einer Schneelawine verschüttet worden. ...

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Islamabad (APA/Reuters) - Mehr als 100 pakistanische Soldaten sind am Samstag nach Armee-Angaben von einer Schneelawine verschüttet worden. Das Unglück ereignete sich nahe des Siachen-Gletschers im Karakorum-Gebirge an der Grenze zu Indien, sagte ein Armee-Sprecher. Die Lawine sei gegen 06.00 Uhr früh in der unwirtlichen Gegend in 4.500 Metern Höhe auf ein Gebäude niedergegangen.

Auch 15 Stunden nach dem Unglück gebe es kein Lebenszeichen von den Verschütteten. Ein Armee-Sprecher sagte Reuters, in der Gegend seien 117 pakistanische Soldaten stationiert gewesen.

Im staatlichen Fernsehen erklärte die Armee, die Schneemassen der Lawine erstreckten sich über ein Gebiet von einem Kilometer und hätten sich an der Unglücksstelle bis zu 25 Meter hoch aufgetürmt. Damit scheinen die Chancen auf eine Rettung gering. Nach Angaben von Radio Pakistan gibt es umfangreiche Bemühungen zur Rettung der Verschütteten. Ein Rettungshubschrauber und Lawinenhunde seien im Einsatz.

In der Region gibt es seit Jahrzehnten militärische Auseinandersetzungen zwischen Pakistan und Indien, die beide dort Gebietsansprüche erheben. Der Siachen-Gletscher wird oft auch als die höchstgelegene Konfliktzone der Erde bezeichnet. Dort wird in Höhen von bis zu 6.000 Metern über dem Meeresspiegel bei Temperaturen von bis zu minus 60 Grad gekämpft. Pakistan und Indien haben dort Schätzungen zufolge insgesamt bis zu 20.000 Soldaten stationiert.

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