Manchester United nach Sieg über Queens Park Rangers auf Titelkukrs

ManCity verlor den Schlager bei Arsenal und hat nun schon acht Punkte Rückstand auf den Lokalrivalen.

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Manchester/London – Am Ostersonntag könnte im Titelkampf der englischen Fußball-Premier-League eine Vorentscheidung gefallen sein. Nach der 32. Runde weist Manchester United bereits acht Zähler Vorsprung auf den Titel- und Stadtrivalen Manchester City auf. Während United einen 2:0-Heimsieg gegen die Queens Park Rangers feierte, musste sich City auswärts gegen Arsenal 0:1 geschlagen geben.

United profitierte in der ersten Spielhälfte von einer fragwürdigen Schiedsrichterentscheidung. Ashley Young, der noch dazu im Abseits stand, produzierte gegen Shaun Derry eine Schwalbe, die zu einer Roten Karte und einem Elfmeter führte. Wayne Rooney nahm das Geschenk dankend an und erzielte das 1:0 (15.). Nach dem 2:0 von Paul Scholes (68.) stand der elfte United-Sieg in den jüngsten zwölf Liga-Partien endgültig fest.

City stand in London gegen Arsenal unter Siegzwang, lieferte jedoch überraschend eine Abwehrschlacht und blieb zum dritten Mal in Folge sieglos. Arsenal drückte vehement auf den Sieg, traf dreimal die Stange, ehe Mikel Arteta mit seinem späten Tor (87.) für den 1:0-Sieg sorgte.Arsenal verteidigte erfolgreich Rang drei, der zur Teilnahme an der Champions-League-Gruppenphase berechtigt. City-Stürmer Mario Balotelli sah in der 90. Minute die gelb-rote Karte.

Balotelli hat Mancinis Geduld überstrapaziert

Damit hat Balotelli den Geduldsfaden von Manchester-City-Trainer Roberto Mancini zum Zerreißen gebracht. „Seit heute ist meine Arbeit mit ihm zu Ende, obwohl ich ihn als Typen liebe“, sagte Mancini nach der 0:1-Niederlage, durch die City wohl die letzte Titelchance in der englischen Fußball-Premier-League vergeben hat.

„Er wird in dieser Saison nicht mehr spielen und ich werde wahrscheinlich versuchen, ihn im Sommer zu verkaufen“, stellte Mancini klar, dass er ab sofort nicht mehr mit Balotelli plant. „Er ist ein fantastischer Spiel. Es tut mir leid für ihn, dass er laufend sein Talent und sein Können verschwendet. Er muss sein Benehmen ändern“, meinte der 47-jährige Italiener über seinen Landsmann weiter.

Balotelli hatte in der 90. Minute nach einem schmutzigen Foul an Arsenal-Spieler Bacary Sagna die zweite gelbe Karte gesehen und blickt nun einer Sperre entgegen. In seiner Zeit als Trainer von Inter Mailand hatte Jose Mourinho Balotelli einst als „untrainierbar“ bezeichnet. „Wenn Mario so weitermacht, dann muss ich dem zustimmen. Aber er ist erst 22 Jahre und ich hoffe für ihn, dass er sich ändern kann“, erklärte Mancini.

Die Hoffnungen auf den Gewinn der Meisterschaft hat Mancini hingegen noch nicht aufgegeben: „Nach dem heutigen Match wird es natürlich schwierig. Aber so lange es mathematisch möglich ist, ist man im Rennen.“ Gleichzeitig stellte Mancini klar, dass er keinerlei Verständnis für ein Ende seiner Ära bei City hätte. „Ich bin zu hundert Prozent der richtige Mann, um für City den Titel zu holen.“ (APA/Reuters)


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