Mother‘s Cake: Aufstrebende Innsbrucker Band mit erster CD

Sie wandeln auf den Spuren von „The Mars Volta“. Am Freitag gibt es im Treibhaus eine Pre-Release-Show zur ersten CD von Mother‘s Cake.

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Innsbruck – Hausgemachter progressive Funkrock, durchzogen mit Einflüssen von „The Mars Volta“ (die TT berichtete am vergangenen Sonntag über ihre neue CD - http://go.tt.com/HrIoqE ) und den Red Hot Chilli Peppers, garniert mit Led Zeppelin und Jimmy Hendrix. Das alles gebacken in einem Innsbrucker Proberaum und in Form gegossen mit dem Irrsinn und der Melancholie der Gegenwart. Das ist Mother‘s Cake, eine Innsbrucker Band, die der Alternative Szene entwachsen ist und in Bälde ihr erstes Album veröffentlichen wird.

Zwei Pitztaler, Yves Krismer (Stimme, Gitarre) und Benedikt Trenkwalder (Bass) sowie der aus Stuttgart stammende Schlagzeuger Jan Haußels, formierten sich 2008 in Innsbruck. Seither wird in ihrem Proberaum gebacken was das Schlagzeug hält.

Erste CD im Mai am Markt

Das Ergebnis ihrer jahrelangen Arbeit und zahlreichen Gigs in Innsbruck und Wien wird gerade auf ihrer ersten CD, die im Mai auf den Markt kommen soll, verewigt. Unterstützt wurden die jungen Musiker dabei auch von Ikey Owens von „The mars volta“, der Keyboardriffs lieferte.

Der Albumtitel ist noch unbekannt, die Songs können aber schon an diesem Freitag, 13. April, ab 22 Uhr im Treibhaus bei freiem Eintritt gehört werden. Drei neue Songs werden neben Altbekanntem präsentiert.

„Brainstorming für die Ohren“

Beeinflusst von den 1970er Jahren hat die junge Band mittlerweile ihr ganz eigenes Rezept gefunden. „Brainstorming für die Ohren“, so bezeichnet Jan Haußels die Musik von Mother‘s Cake.

Damit konnten bereits erste Erfolge gefeiert werden: Beim österreichischen Local Heroes Contest überzeugten die Musiker 2010 Publikum und Fach-Jury, beim Europafinale kamen sie auf Platz zwei.

Seitdem reißt sich ihre stets anwachsende Fanschar, bereits mehr als 1200 Facebook-Freunde, um jeden Kuchenkrümel. Ein Mini-Album (EP) mit dem Song „Realtricked Me“ wurde bereits veröffentlicht. Das Video dazu, das in Innsbruck spielt (YouTube-Video: http://go.tt.com/HpqzHZ ), wurde beim österreichischen TV-Musik-Sender GoTV ausgestrahlt.

Leidenschaftliche Live-Band

In zehn Jahren sehen sich die Jungs an der „Weltspitze“, wie es Jan Haußels scherzhaft formuliert. Erste Schritte wurden dafür schon gelegt: Ende Juli wird Mother‘s Cake in London auftreten, im Spätsommer ist eine Deutschland-Tournee geplant und im September kommt der Film „Local Heroes“ von Haneke-Schüler Henning Backhaus in die Kinos. Dazu lieferte die Band Teile des Soundtracks und wirkte in Film-Sequenzen selbst mit.

„Spielen, fahren, spielen, fahren - und üben, üben, üben.“ Trotz der ins Rollen kommenden Karriere bleiben Mother‘s Cake am Boden: „Wir wollen auch in Zukunft ein Konzert immer so empfinden, wie wir es auch früher empfunden haben.“ Davon kann man sich am Freitag im Innsbrucker Treibhaus selbst überzeugen, wenn Yves, Benedikt und Jan Headbangen, ihren Oberkörper freilegen und dabei auch noch kalorienfreien Kuchen servieren - eine neue Dimension vom sonntäglichen Nachmittagskuchen bei Muttern. (deda, tt.com)


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