Monti setzt italienische Ministerien auf Sparkurs
Der italienische Premier Monti setzt seinen strengen Sparkurs fort. Vor allem die Regierungsmitglieder und die Ministerien will der italienische Regierungschef auf Entschlackung setzen. So sind bei den Ausgaben der Ministerin weitere drastische Ausgabenkürzungen in Sicht, verlautete es aus Regierungskreisen am Montag
Die Minister sollen auf Staatsflüge verzichten und ausschließlich mit der Bahn, oder an Bord von Linienflügen reisen. Industrieminister Corrado Passera hält weitere Einsparungen zur Eindämmung der Verschuldung für möglich. Ziel sei es, in den kommenden Jahren weitere 25 Mrd. Euro einzusparen. Innenministerin Anna Maria Cancellieri erklärte, sie wolle in ihrem Ressort einen von zehn Bediensteten einsparen, was vor allem mit Frühpensionierungen erfolgen solle.
Am Wochenende hatte Monti Italien aufgerufen, den strengen Sanierungskurs nicht zu lockern. „Wir dürfen die Opfer dieser Monate nicht verschwenden, denn damit würde Italien wieder in den Mittelpunkt der Finanzturbulenzen rücken“, warnte Monti. Der seit vier Monaten amtierende Monti rechnet nicht mit sofortigem Wirtschaftswachstum. Die Maßnahmen zur Wirtschaftsankurbelung würden nicht sofort greifen und die Resultate werde man daher erst in einer späteren Phase sehen können, erklärte der 68-jährige Wirtschaftsprofessor.