Weltpolitik

Sarkozy will sich gegen Gaddafi-Gerüchte wehren

Frankreichs Präsident Sarkozy will gegen Berichte über angebliche Wahlkampfspenden des früheren libyschen Machthabers Gaddafi die Justiz ein...

Frankreichs Präsident Sarkozy will gegen Berichte über angebliche Wahlkampfspenden des früheren libyschen Machthabers Gaddafi die Justiz einschalten. „Dieses Dokument ist eine plumpe Fälschung“, sagte er am Montag zu einem Schreiben, das am Wochenende vom Online-Magazin Mediapart als Beweis für illegale Absprachen im Vorfeld des Wahlkampfes 2007 präsentiert worden war.

„Wir werden gegen Mediapart Anzeige erstatten“, sagte Sarkozy. Das linksgerichtete Online-Medium hatte am Samstag ein Schreiben veröffentlicht, das angeblich von Gaddafis Geheimdienstchef Moussa Koussa unterzeichnet wurde. Darin wird dem Chef eines libyschen Investitionsfonds bestätigt, dass Gaddafi bereit sei, den Wahlkampf Sarkozys mit 50 Millionen Euro zu unterstützen.

Knapp eine Woche vor der Stichwahl um das Präsidentenamt machte Sarkozy in Umfragen im Übrigen leicht an Boden gut. Das Meinungsforschungsinstitut Ipsos sah Sarkozy in einer am Montag veröffentlichten Umfrage bei 47 Prozent und den Sozialisten François Hollande bei 53 Prozent. Damit verlor Hollande innerhalb einer Woche einen Prozentpunkt, den Sarkozy dafür hinzugewann. Eine Umfrage des Instituts LH2, die am Sonntag veröffentlicht wurde, sah Sarkozy mit einem Plus von zwei Prozentpunkten bei 46 Prozent und Hollande bei 54 Prozent.

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