Champions League

Protest von Bayern und Chelsea lässt Alaba auf CL-Finale hoffen

Die beiden Champions-League-Finalisten gehen gemeinsam gegen die Gelb-Sperren ihrer Spieler vor. Und erhalten dabei prominente Unterstützung.

München – Das diesjährige Champions-League-Endspiel hat die Diskussion um die Gelbsperren neu entfacht. Gleich sechs Kicker sind vor dem Finale am 19. Mai zwischen dem FC Bayern und dem FC Chelsea dem „gelben Fluch“ zum Opfer gefallen. Aufseiten der Deutschen ÖFB-Legionär David Alaba, Luiz Gustavo und Holger Badstuber, bei den Engländern fehlen Ramires, Branislav Ivanovic und Raul Meireles.

Doch nun keimt ein winzig-kleiner Hoffnungsschimmer für die gesperrten Spieler auf. Die Münchner und die Londoner machen gemeinsame Sache und legen bei der UEFA Protest ein. „Ein Champions-League-Finale hat die besten Spieler verdient“, erklärte Bayern-Boss Uli Hoeneß.

Genauer gesagt setzen sich die Profi-Spielervereinigungen (FIFPro) der jeweiligen Länder für die Aufhebung der Gelb-Sperren ein. „Die Verfehlungen, die aus einer Gelben Karte resultieren, rechtfertigen nicht die Strafe, das Spiel deines Lebens zu verpassen“, argumentiert FIFPro-Sprecher Simon Barker.

Das Final-Aus von David Alaba sorgt bei DFB-Präsident Wolfgang Niersbach für besonders großes Kopfschütteln: „Ich bin klar dafür, das Addieren von Karten vor dem Finale zu beenden. Wenn jemand Rot oder Gelb-Rot erhält, muss die Sperre bleiben. Mir tut es aber in der Seele weh, dass ein Junge wie David Alaba zusehen muss, der sich in einen Schuss wirft und zufällig am Arm getroffen wird. Gerade diese gelbe Karte empfinde ich als ungerecht, und die Sperre ist die Steigerung der Ungerechtigkeit.“

Die Front gegen den „gelben Fluch“ wird also immer größer. Eine Abschaffung der Gelb-Sperre nach drei Verwarnungen noch in dieser Saison zu erreichen, ist allerdings unrealistisch. Die Vorarbeit ist zumindest geleistet. Bei Welt- und Europameisterschaften ist es bereits Usus, die gelben Karten vor dem Halbfinale zu streichen. Warum also nicht auch vor den Semifinal-Spielen des wichtigsten Club-Turniers der Welt? Es wäre im Interesse des Sports, der Spieler und der Fans. (tt.com)