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Hinweise zu Leiche im Wienerwald spärlich

Wenige Hinweise gibt es bisher auf das in der Vorwoche im Wienerwald bei Gablitz im Bezirk Wien-Umgebung entdeckte Mordopfer bzw. seine Tätigkeiten. Das sagte Oberst Franz Polzer, Leiter des Landeskriminalamts NÖ (LKA), am Montag zur APA. Auch das Auto des in Wien-Josefstadt wohnhaft gewesenen Serben, ein schwarzer Toyota RAV 4 mit dem Kennzeichen W-VRCIN1, sei „wie vom Erdboden“ verschwunden.

Vielleicht sei das Luxusfahrzeug sogar der Schlüssel zu dem Verbrechen, meinte Polzer und betonte zugleich, dass das nur Spekulation sei. Die Kriminalisten gehen von einer spontanen Tat aus. „Das sagt uns das gerichtsmedizinische Ergebnis, wonach es keinerlei Abwehr gab“, erklärte Polzer, dass die massiven Schläge auf den Kopf den Mann unerwartet getroffen hätten. Die Beine seien dem Opfer offenbar abgetrennt worden, um den Körper leichter abtransportieren zu können.

Der Torso befand sich in einem großen Plastiksack aus festem Material, wie er etwa in Möbelhäusern oder Baumärkten erhältlich ist. Zugeschnürt war er mit blauen Gummizügen mit Metallhaken an den Enden, bekannt auch als „Gummispinnen“ für Gepäckträger.

Die Ehefrau hatte ihren Mann am Abend des 30. März als vermisst gemeldet. Sie war den ganzen Tag in der Arbeit als Kinderhorthelferin. Es gebe keinerlei Ansatzpunkte, die sie mit der Tat in Verbindung bringen würden.

Den Erhebungen zufolge hatte der 57-Jährige am Vormittag jenes Tages zu Hause eine defekt Waschmaschine abgebaut, um 13.20 Uhr konnte dann aber ein neues Gerät nicht zugestellt werden, da niemand anwesend war. Am vergangenen Donnerstag entdeckten dann Spaziergänger bei der „Teufelswiese“ nahe eines Forstweges einen verschnürten Plastiksack, unter dem sich menschliche Konturen abzeichneten.

Im Zusammenhang mit dem Mord an Milenko M. (57) geht es den Ermittlern um Hinweise auf den Mann, seine Tätigkeiten, Bekannten- und Freundeskreis sowie auf den Verbleib des Autos (zu richten an das LKA NÖ, Tel. 059133 / 30-3333).

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