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Mordfall Spiss: Ehefrau des Opfers betäubt?

Spiss – Die Ermittlungen im Mordfall Spiss laufen weiter auf Hochtouren. Derzeit sollen die Beamten laut dem Internetportal Südtirol online ...

Spiss –Die Ermittlungen im Mordfall Spiss laufen weiter auf Hochtouren. Derzeit sollen die Beamten laut dem Internetportal Südtirol online eine neue Spur verfolgen. Angeblich soll die Frau des Toten vor dem Verschwinden ihres Mannes betäubt worden sein.

Am vergangenen Mittwoch war ein 39-jähriger Südtiroler in Spiss tot – nur mit Unterhose bekleidet – in einem Abgrund aufgefunden worden, die TT berichtete.

Seither geht die Polizei allen Hinweisen nach. Laut Familie des Toten sei geplant gewesen, dass der 39-Jährige gemeinsam mit seiner Frau und seinem Sohn am Freitag, den 20. April, nach Südtirol fährt. Die Frau des Opfers soll laut Angaben der Tageszeitung Alto Adige gegenüber der Polizei in Friedrichshafen – die Fäden der Ermittlungen laufen in Deutschland zusammen – erklärt haben, dass ihr Mann kurz vor der Reise einen Mann namens Sandro ins Haus gelassen habe. Ihr Mann soll dann für alle Kaffee gemacht und gesagt haben, sie solle inzwischen losfahren. Er habe noch etwas zu tun und werde in Meran zur Familie stoßen. Die Ehefrau des Opfers habe weiters mitgeteilt, dass ihr nach dem Kaffee übel geworden sei und sie dann auf dem Sofa eingeschlafen sei. Als sie aufwachte, fehlte von ihrem Mann und dem Unbekannten jede Spur. Die Frau soll gegenüber den Beamten einen schweren Verdacht geäußert haben: Sie glaube, dass man ihr ein Schlafmittel in den Kaffee gemischt und sie damit betäubt habe. In welcher Beziehung das Mordopfer zum Besucher stand, ist noch unklar.

Die Ermittler fahnden nach dem Unbekannten, gehen aber auch anderen Spuren nach. Derzeit gilt es als wahrscheinlich, dass das Opfer in Friedrichshafen zwielichtige Bekanntschaften gemacht hat. (TT)

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