Gesellschaft

Attentat auf Robert Kennedy: Zeugin spricht von zweitem Schützen

Am Attentat auf US-Senator Robert F. Kennedy im Jahr 1968 soll nach Angaben einer Zeugin ein zweiter Schütze beteiligt gewesen sein. „Die Wa...

Am Attentat auf US-Senator Robert F. Kennedy im Jahr 1968 soll nach Angaben einer Zeugin ein zweiter Schütze beteiligt gewesen sein. „Die Wahrheit muss ans Licht kommen, keine Vertuschungen mehr“, sagte Nina Rhodes-Hughes am Montag dem US-Sender CNN. Rhodes-Hughes hatte nur wenige Meter entfernt gestanden, als Kennedy am 6. Juni 1968 in einem Hotel in Los Angeles erschossen worden war.

„Was herauskommen muss, ist, dass es noch einen zweiten Schützen gab“, sagte die Zeugin. Es habe mehr als acht Schüsse gegeben. In der Tatnacht habe sie mindestens einem Rundfunksender gegenüber angegeben, dass bis zu 14 Schüsse abgefeuert worden seien. Die Ermittler hätten ihre Angaben jedoch ignoriert. „Es muss herauskommen, wer der zweite Schütze war, denn es gab definitiv einen zweiten Schützen“, sagte Rhodes-Hughes, die beim damaligen Prozess um das Attentat nicht angehört worden war.

Der verurteilte Todesschütze Sirhan Sirhan hatte zuletzt einen Antrag auf Freilassung oder einen erneuten Prozess gestellt. Der heute 68-Jährige sitzt hinter Gittern, nachdem seine Strafe 1972 von der Todesstrafe in lebenslange Haft umgewandelt worden war. Bei dem ursprünglichen Prozess hatte seine Verteidigung die Behauptung der Staatsanwaltschaft nicht bestritten, wonach Sirhan alleiniger Schütze war. Laut Staatsanwaltschaft wäre Sirhan auch des Mordes schuldig, wenn es einen zweiten Schützen gegeben haben sollte.

Robert Kennedy hatte kurz vor seinem Tod im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten die Vorwahlen in Kalifornien gewonnen. Er war ein Bruder des 1963 ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy.

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