Berauschender Jubiläumsauftakt

Das Frühlingskonzert war ein Höhepunkt der Landecker Stadtmusik zum 375. Jubiläum.

Von Markus Hauser

Landeck –Der musikalische Auftakt in das 375. Jubiläumsjahr der Stadtmusikkapelle Landeck hätte wohl kaum großartiger ausfallen können. Zum dritten Mal veranstaltete die Stadtmusikkapelle unter der Leitung von Helmut Schmid gemeinsam mit einer Gastkapelle das Primavera Frühlingskonzert und zum dritten Mal sorgte man im ausverkauften Stadtsaal Land­eck für restlose Begeisterung.

Als Gastkapelle war die Swarovski Musik Wattens unter der Leitung von Günther Klausner geladen und die sorgte für einen Auftakt nach Maß. Mit Julius Fuciks Konzertmarsch „Einzug der Olympischen Meisterringer“ eingestimmt, versprühten die Wattener prickelnde Walzerseligkeit der Marke Johann Strauss Sohn, entfalteten mit „Cries of London“ klangprächtige Bilder der Großstadt und sorgten mit Big-Band-Sound bzw. südamerikanischen Klängen für Furore. Und die Landecker legten noch eins drauf. Technisch so gut wie wahrscheinlich nie zuvor, erfüllte man allerhöchste sinfonische Blas­orchester-Qualitäten. Mit Philip Sparke‘s Madrigalum, einer Mischung aus mittelalterlicher Madrigalkunst und anspruchsvollster zeitgenössischer sinfonischer Blasmusik tauchte man ab in eine berauschende Welt bewegender wie mitreißender Klänge. Dort begegnete man Johan de Meij‘s „Gandalf der Zauberer“ geheimnisvoll, von ungemein intensiver innerer Spannung getragen. Auf das sinfonisch angelegte „Give us this Day“ von David Maslanka zum Abschluss reagierte das restlos begeisterte Publikum mit stehenden Ovationen und mit „Give us more!“. Mehrere Zugaben beschlossen einen unvergesslichen Konzertabend.