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Risiken für die Gesundheit sind ungleich verteilt

Wien – Was die Erwachsenen trifft, trifft auch die Heranwachsenden: Aufgrund weit verbreiteter sozialer Ungleichheiten sind viele junge Mens...

Wien –Was die Erwachsenen trifft, trifft auch die Heranwachsenden: Aufgrund weit verbreiteter sozialer Ungleichheiten sind viele junge Menschen in den Ländern der Europäischen Region der WHO sowie in Nordamerika nicht so gesund, wie sie sein könnten. Zu diesem Ergebnis kommt ein neuer Bericht zur Studie über das Gesundheitsverhalten von Kindern im schulpflichtigen Alter (HBSC-Studie), der am Mittwoch vom WHO-Regionalbüro für Europa in Edinburgh veröffentlicht wurde.

Die Studie wurde 2009/2010 in 39 Staaten der WHO-Region Europas und in Nordamerika durchgeführt. Sie umfasste rund 200.000 Kinder und Jugendliche im Alter von elf, 13 und 15 Jahren. Erfasst sind vor allem die persönlichen Einstellungen und die selbst wahrgenommenen Verhaltensformen.

Aus dem neuesten Bericht geht hervor, dass es beträchtliche Ungleichheiten zwischen den Ländern gibt. So lagen etwa die Raten für Übergewicht bei elfjährigen Mädchen zwischen 30 Prozent in den USA und 20 Prozent in Portugal bzw. fünf Prozent in der Schweiz.

Aus dem Bericht geht auch hervor, dass im Durchschnitt 26 Prozent der 15-Jährigen sexuell aktiv sind. Gleichzeitig nehmen gesundheitsförderliche Verhaltensweisen wie regelmäßiges Frühstücken und der Konsum von Obst ab. Mädchen machen häufiger eine Diät, obwohl sie seltener als Burschen übergewichtig sind. Und auch wenn Burschen generell in allen Altersgruppen häufiger in Raufereien und Mobbing verwickelt sind, so trägt ein Bursch in Lettland ein zwölfmal höheres Risiko, solchen Schikanen ausgesetzt zu sein, als ein Mädchen in Italien. (APA, TT)

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