Gesellschaft

Ausschreitungen bei 1.-Mai-Demos in Deutschland

Bei Demonstrationen zum 1. Mai in Berlin und Hamburg hat es am Dienstagabend Zusammenstöße mit der Polizei gegeben. Im Berliner Stadtteil Kreuzberg wurde der „Revolutionäre 1. Mai“-Umzug vorzeitig abgebrochen, nachdem Flaschen, Böller und Steine auf die Beamten geworfen worden waren. Auch in Hamburg gab es während eines Demonstrationszugs am Abend vereinzelt Stein- und Flaschenwürfe.

In Berlin sollte der Demonstrationszug von Kreuzberg bis nach Mitte gehen und dort mit einer Kundgebung am Boulevard Unter den Linden enden. Wie die Polizei mitteilte, wurden jedoch gleich nach Beginn die Fensterscheiben einer Bank eingeworfen. Während des weiteren Verlaufs seien die Beamten wiederholt mit Böllern, Flaschen und Steinen beworfen worden. Gegen 21.00 Uhr wurde die Veranstaltung dann vorzeitig beendet und die Teilnehmer zum Verlassen des Ortes aufgefordert.

Nach Angaben der Polizei nahmen mehr als 10.000 Menschen an der Demonstration teil. Die Veranstalter, ein Bündnis linker und linksradikaler Gruppen, sprachen von 25.000 Teilnehmern. Der Polizei zufolge gab es mehrere Festnahmen, zur genauen Zahl wurden zunächst keine Angaben gemacht. Die Demonstration zum „Revolutionären 1. Mai“ war in der Vergangenheit immer wieder Ausgangspunkt von Krawallen. Erstmals hatte es solche vor 25 Jahren gegeben.

Auch in Hamburg wurden die Beamten während eines Demonstrationszugs am Dienstagabend wiederholt mit Steinen, Böllern und Flaschen beworfen. Nach Angaben der Polizei nahmen 1.400 Menschen an dem Umzug teil. Nach dem Ende der Veranstaltung gab es im Schanzenviertel erneut Zusammenstöße mit der Polizei. Mehrere Mülltonnen wurden in Brand gesetzt, zwei Polizeifahrzeuge beschädigt und ein Polizist verletzt. Wie eine Sprecherin sagte, war es jedoch ruhiger als in den Jahren zuvor.

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