Sorge um M13

Bär „M13“ in der Schweiz von Zug erfasst: Abschuss kein Thema

Symbolfoto.
© Mario Riatsch

Jungbär „M13“ soll bereits Montagnacht von einem Zug der Rhätischen Bahn erfasst worden sein. Er dürfte sich neuesten Erkenntnissen zufolge wieder erholen.

Engadin – Jetzt hat es den nächsten Bärenbruder erwischt. Nachdem vor eineinhalb Wochen „M14“ auf der Brenner Staatsstraße in Südtirol von einem Auto erfasst und getötet worden ist, lief „M13“ offenbar im Unterengadin in der Schweiz auf die Bahngleise der Rhätischen Bahn. Just zu diesem Zeitpunkt war dort ein Zug unterwegs, der das Tier mit rund 30 km/h erfasste.

Das berichtet die Schweizer Tageszeitung „Blick“ in ihrer aktuellen Ausgabe. Mittlerweile sei der Jungbär dank seines GPS-Signals geortet worden und stehe seither unter ständiger Beobachtung.

Laut einem Jagdaufseher soll sich das Tier „schmerzhaft“ bewegt haben. Wildbiologe Hannes Jenny hatte zunächst noch gegenüber der Online-Plattform „20 Minuten“ erklärt, dass „M13“ zum Problembär werden könnte. Er könne apathisch oder weniger scheu werden, so Jenny. „Sollte M13 deswegen zur Bedrohung werden, würden wir sofort handeln.“

Mittlerweile steht allerdings fest, dass sich "M13" von seinen Verletzungen erholen dürfte. Der Bündner Jagdinspektor Georg Brosi erklärte gegenüber "20 Minuten", dass der Bär nicht schwerwiegend verletzt worden sein dürfte. Zumindest äußerlich gebe es keine Hinweise auf Brüche oder andere schlimme Verletzungen. "M13" reagiert offenbar normal und hat keine Gleichgewichtsstörungen. Der Jungbär hält sich derzeit immer noch in der Nähe der Unfallstelle auf und wird weiter beobachtet.

Unterdessen hat ein dritter Bärenbruder seinen Weg in die Schweiz gefunden. Dabei handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um „M12“. Er streifte in den letzten Wochen genauso wie sein Bruder zwischen Tirol und der Schweiz hin- und her. Auch er soll sich derzeit in der Schweiz aufhalten. Zuletzt wurde er am Ofenpass gesichtet. Ein Abschuss der beiden Bären ist offenbar kein Thema. Regierungsrat Mario Cavigelli schloss dies in einem Zeitungsinterview dezidiert aus. (tt.com)

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