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Wiener Kinderhospiz Netz gewann SozialMarie 2012

Das Wiener Kinderhospiz Netz wurde am Dienstagabend mit der SozialMarie 2012 ausgezeichnet. Das Projekt, das Familien mit unheilbar kranken Kindern kostenlose Betreuung anbietet, erhielt den mit 15.000 Euro dotierten Preis vor dem Vorarlberger eltern.chat (10.000 Euro) und den Junior City Farmers Schönbrunn (5.000 Euro).

Die Prämisse des heurigen Hauptpreisträgers: Die Krankheit wird nicht isoliert von ihrem sozialen Kontext betrachtet. „Mit dieser Leistungskombination ist das Kinderhospiz Netz einzigartig im deutschsprachigen Raum“, so die Begründung der Jury.

Fast ausschließlich spendenfinanziert, möchte das Kinderhospiz Netz darüber hinaus durch seine Überzeugungsarbeit erreichen, dass Kinderpalliativangebote ins öffentliche Gesundheitssystem integriert werden. Die Betreuung erfolgt sowohl auf medizinisch-pflegerischer als auch auf psychosozialer Ebene, inklusive finanziell-alltagspraktischer Aspekte.

Rund 100 Mal im Jahr treffen einander in zwölf Vorarlberger Gemeinden verschiedene Erziehungsberechtigte zu einem „eltern.chat“, einer multilingualen Gesprächsrunde. Gesprochen wird türkisch, vorarlbergerisch oder russisch. Die Diskussionen erstrecken sich rund um ein Erziehungsthema, eingeleitet und moderiert von einer extra dafür geschulten Moderatorin.

Das Projekt Junior City Farmer Schönbrunn wurde mit dem dritten Preis bedacht. Mitten in Wien bauen Kinder und Jugendliche zwischen vier und zwölf Jahren unter altersgemäßer fachlicher Anleitung Gemüse an, ernten, kochen und essen gemeinsam, spielen in einem kleinen Nadelwald und „erlaufen“ die Natur zwischen Obstbäumen.

Gestiftet wurde die seit 2005 verliehene SozialMarie von der Unruhe Privatstiftung, die von Wanda Moser-Heindl und ihrem Ehemann Fritz Moser ins Leben gerufen wurde. Prämiert werden „nachhaltig angelegte Sozialinitiativen und -projekte“. Die Jury wählte die Siegerprojekte aus insgesamt 233 Einreichungen aus.

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