Gesundheit

Trainingstipps für das weiblichste Laufevent Tirols

Zum Frauenlauf werden 2000 Teilnehmerinnen erwartet – vom Lauflaien bis zum Profisportler. Zwei von ihnen geben Tipps für die Vorbereitung.

Von Judith Sam

Innsbruck –Frauen laufen anders als Männer – das ist das Fazit des Frauenlauftreffs, der seit 2008 im Auftrag der Stadt Innsbruck durchgeführt wird. Frauen können sich demnach eher für Laufen in einer Gruppe begeistern und sind weniger leistungsorientiert.

Aus diesen Gründen und um das Zusammengehörigkeitsgefühl und das Gesundheitsbewusstsein der Tirolerinnen zu fördern, findet am 23. Juni bereits zum zweiten Mal ein spezielles Laufevent statt: der Tiroler Frauenlauf. Lauftrainerin Julia Wesel und Politikstudentin Stefanie Krallinger, die im Vorjahr am Frauenlauf teilgenommen hat, geben Tipps, wie man sich darauf richtig und effektiv vorbereiten kann. Denn auch wenn es beim Frauenlauf nur um fünf Kilometer quer durch die Landeshauptstadt geht, ist vor allem für Anfängerinnen Training das Um und Auf.

1„Laufanfänger sollten mit kurzen Distanzen und genügend Pausen beginnen. Der Körper muss sich stufenweise an längere Laufstrecken gewöhnen“, rät Julia Wesel. Am Anfang sollte drei- bis viermal wöchentlich trainiert werden. Wichtig ist dabei der richtige Puls. Dafür sei nicht unbedingt ein Pulsmesser notwendig. „Es gibt auch natürliche Methoden der Pulsüberprüfung – etwa, dass man während des Joggens noch problemlos mit dem Laufpartner sprechen kann.“

2Um die Muskeln vor dem Lauf langsam auf Betriebs- temperatur zu bringen, sei das Aufwärmen wichtig. „Ich dehne immer einige Minuten vor dem Start“, spricht Stefanie Krallinger aus Erfahrung.

3Bei der Laufbekleidung gilt: Auch wenn die gefühlte Außentemperatur eine Schicht mehr verlangen würde – immer etwas leichter anziehen, denn beim Laufen wird es ohnehin warm.

Das Wichtigste sind jedoch die Laufschuhe: Diese dürfen nicht drücken – insbesondere im Zehbereich muss Bewegungsfreiraum gegeben sein. „Ich empfehle für den Schuhkauf ein Geschäft aufzusuchen, in dem Laufbandtests durchgeführt werden. So kann man eine stabile Führung des Fußes garantieren, die die Abrollbewegung unterstützt. Auch sollten mögliche Fußfehlstellungen vorab analysiert werden“, so Wesel.

4Was den Wettkampf-Tag betrifft: Es ist von Vorteil, wenn man die Laufstrecke bereits kennt. So kann man seine Energiereserven effektiver einteilen. „Beim Training, das ich auf verschiedenen Strecken absolviere, hilft mir eine Handy-App, die mir auf einer Karte die bereits zurückgelegte Strecke und die vor mir liegende Distanz aufzeigt“, erzählt Krallinger.

5Nicht zu vergessen: „Man sollte nicht zu schnell loslaufen und von Beginn an regelmäßig Wasser trinken. Auch isotone Getränke sind ideal“, gibt Wesel Tipps, was vor allem längere Wettkampfstrecken betrifft. Da kann der Körper dann auch nach mehr Unterstützung verlangen – Stichwort Bananen oder Gel? „Beides ist im Wettkampf möglich“, sagt Wesel. Das sei vor allem eine Geschmackssache und wie gut man Banane oder Gel verträgt.

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