Kitzbüheler Geschichte bewahrt

Dank eines Fördervereins erlebt das Museum Kitzbühel einen Aufschwung. Eine neue Ausstellung soll für Furore sorgen.

Von Johanna Monitzer

Kitzbühel –Eines seiner großen Ziele hat der Förderverein Museum Kitzbühel im letzten Jahr erreicht. Aufgrund des massiven finanziellen Einsatz gehören die ehemaligen Räumlichkeiten der Skischule jetzt zum Museum dazu und dienen als Eingangsbereich. „2012 müssen wir jetzt kürzertreten. Unsere Ersparnisse wurden stark belastet“, berichtet Obfrau Signe Reisch bei der kürzlich abgehaltenen Generalversammlung.

Ein bisschen Wehmut herrscht bei den Mitgliedern über den provisorischen Zustand des Eingangsbereichs. „Ich hoffe, die Stadt hält sich an ihr Versprechen und gestaltet das Gewölbe dementsprechend“, betont Reisch.

Trotz des noch kargen Eingangsbereichs befindet sich das Museum Kitzbühel aber im Aufschwung. Direktor Wido Sieberer berichtet von Rekordbesucherzahlen. Die Alfons-Walde-Ausstellung erweist sich als Besuchermagnet. „Jeden Monat erreichen wir Rekordzahlen und das Feedback ist nur positiv“, freut sich Sieberer. An heimischen Künstlern will der Direktor auch in Zukunft festhalten. In Zusammenarbeit mit dem Museum Lienz und dem Werner-Berg-Museum wird am 12. Mai die Ausstellung „Über das Land“ eröffnet.

„Bundesländerübergreifend werden die Künstler Alfons Walde, Albin Egger-Lienz und Werner Berg präsentiert“, erklärt Sieberer. Passend zur Sportstadt liegt der Schwerpunkt der Ausstellung in Kitzbühel dabei auf Wintersport und Landschaft. „Die Ausstellung wird auch österreichweit für Furore sorgen, so wird am 6. Mai ein Beitrag darüber im ORF ausgestrahlt“, verrät der Museumsdirektor vorab.

Dank der Unterstützung des Fördervereins werden solche Ausstellungen erst möglich, wie Sieberer betont. In die Zukunft blickt Obfrau Reisch jedoch mit gemischten Gefühlen, da es immer schwieriger wird, Mitglieder und Förderer zu gewinnen. Im Zuge der Generalversammlung legte Schriftführer Peter Lackner sein Amt nieder – Ersatz wurde noch keiner gefunden.