Vom Vorreiter zum Klassiker

Innsbruck – Obwohl die Möbelkollektion 1952 auf den Markt kam, erhielt sie den Namen „Serie 62“, weil sie ihrer Zeit zehn Jahre voraus war. ...

Innsbruck –Obwohl die Möbelkollektion 1952 auf den Markt kam, erhielt sie den Namen „Serie 62“, weil sie ihrer Zeit zehn Jahre voraus war. Die Schwedin Greta Magnusson Grossman entwarf für die Manufaktur of Glenn of California das 62er-Programm bestehend aus unterschiedlichen Sideboards und einem Schreibtisch. Grossman verwendete Materialien, deren Kombination für die damalige Zeit ungewöhnlich war. Die Körper der Möbelserie wurden aus Walnussholz gefertigt, pulverbeschichtetes Metall formt die Füße, deren Ende Kugeln bilden. Die filigranen und verhältnismäßig langen Tisch- und Sideboardbeine scheinen die Möbelstücke schweben zu lassen. Gerade der Nussbaum-Schreibtisch mit seinen Kugelfüßen wurde eine Designikone und fand Nachahmer.

Die Art der Gestaltung findet sich im Antelope Chair und in der BallClock von George Nelson wieder. Die „Serie 62“ ist zeitlos und nach wie vor beliebt. Deshalb wurde sie vom Möbelhersteller Gubi neu aufgelegt. (vags)

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