Wirtschaftspolitik

10,9 Prozent Arbeitslosigkeit in Eurozone

Österreich hat weiterhin die niedrigste Arbeitslosenrate in der EU und seinen Abstand gegenüber anderen Ländern noch ausgebaut. Nach den aktuellen Eurostat-Daten verringerte sich die Quote auf 4,0 Prozent im März gegenüber 4,1 Prozent im Februar, während sie in der Eurozone im selben Zeitraum von 10,8 Prozent auf 10,9 Prozent anstieg. EU-weit blieb sie bei 10,2 Prozent.

Damit liegt Österreich noch deutlicher als in den Vormonaten vor den Niederlanden (5,0 Prozent), Luxemburg (5,2 Prozent) und Deutschland (5,6 Prozent). In Spanien kletterte die Arbeitslosigkeit dagegen weiter auf 24,1 Prozent - die Rate ist dort EU-weit am höchsten. In Griechenland beträgt sie 21,7 Prozent, allerdings beruft sich Eurostat dabei noch immer auf Daten vom Jänner.

Innerhalb von zwölf Monaten verzeichnete Griechenland den stärksten Anstieg an Arbeitslosigkeit, im Jänner 2011 betrug die Rate noch 14,7 Prozent. In Spanien stand die Quote vor einem Jahr noch bei 20,8 Prozent. Auch in Zypern stieg die Rate innerhalb von zwölf Monaten stark von 6,9 Prozent auf nunmehr 10,0 Prozent.

Nach Schätzungen von Eurostat waren im März 24,8 Millionen Menschen in der EU arbeitslos, darunter 17,4 Millionen in der Eurozone. Gegenüber März 2011 nahm die Zahl der Arbeitslosen in der EU um 2,1 Millionen und im Euroraum um 1,7 Millionen Menschen zu. Damit steht Europa auf dem Arbeitsmarkt schlechter da als etwa die USA mit einer Arbeitslosenrate von 8,2 Prozent und Japan mit 4,5 Prozent.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist am höchsten in Griechenland und Spanien, wo mehr als die Hälfte der Jugendlichen (51,2 Prozent bzw. 51,1 Prozent) keinen Job haben. Die niedrigsten Quoten bei den unter 25-Jährigen verzeichneten im März Deutschland (7,9 Prozent), Österreich (8,6 Prozent) und die Niederlande (9,3 Prozent).

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