Weltpolitik

Occupy-Bewegung meldet sich in USA zurück

Die Anti-Wall-Street-Bewegung „Occupy“ hat sich in den USA mit Protesten zum ersten Mai zurückgemeldet. Im ganzen Land gab es Kundgebungen mit zum Teil mehreren tausend Teilnehmern. Demonstranten sprachen von einem „Neubeginn für Occupy Wall Street“. Immer wieder kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei - allein in New York wurden mehr als 40 Menschen festgenommen.

In Oakland im US-Bundesstaat Kalifornien setzten die Polizisten Tränengas ein, um die Demonstranten auseinanderzutreiben. Offiziellen Angaben zufolge wurden zwei Bank-Gebäude sowie ein Polizeiauto beschädigt. In Seattle warfen Aktivisten Fensterscheiben ein.

Die „Occupy Wall Street“-Bewegung hatte im vergangenen Herbst weltweit Aufsehen erregt. Die Kritiker der Finanzbranche hatten damals in einem New Yorker Park ein Zeltlager errichtet. An vielen anderen Orten in den USA und auch in Europa fanden sie Nachahmer. Nach der Räumung des Parks wurde es allerdings still um die Gruppe. Der Tag der Arbeit wird traditionell in europäischen Ländern für Demonstrationen genutzt. In Deutschland mobilisierten die Gewerkschaften nach eigenen Angaben mehr als 400.000 Menschen.

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