Tierschützerprozess

Republik vor Millionen-Klage: Martin Balluch geht in die Offensive

Vor einem Jahr fielen die Freisprüche im Tierschützerprozess. Nun soll die Republik verklagt werden, kündigt Martin Balluch an.

Wien – Ein Jahr nach dem nicht rechtskräftigen Freispruch im sogenannten Tierschützerprozess erwägen die Beschuldigten eine Amtshaftungsklage. Wie der Verein-gegen-Tierfabriken-Obmann Martin Balluch gegenüber www.derStandard.at ankündigte, verlange er mehrere hunderttausend Euro vom Staat. „Und wenn man mehrere Leute im Verein gegen Tierfabriken einbezieht, kommen wir wahrscheinlich auf eine Million.“

„Ich stehe in den Startlöchern“, kündigte der Aktivist an. Im schriftlichen Urteil gäbe es sehr klare Statements, die eine Klage ermöglichen würden. Zum Beispiel hätte die verdeckte Ermittlerin von Anfang an alles entschärft. „Also hat die Polizei dadurch, dass sie diese Beweise zurückgehalten hat, alles verschuldet“, argumentiert Balluch. „Darum klage ich die Republik.“

Auch den Gutachter, der „offensichtlichen Unsinn geschrieben hat“, will der VgT-Obmann auf Schadenersatz klagen. Sein Problem: „Wenn sich das noch weiter hinzieht, dann laufen schön langsam die Fristen ab, in denen man so etwas klagen kann.“

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