Kurioses

Brandanschlag auf Südtiroler Flüchtlingsheim endete glimpflich

(Symbolfoto)
© APA/HARALD SCHNEIDER

Keine Verletzten, geringer Sachschaden - Unbekannte warfen drei Molotow-Cocktails

Bozen – Glimpflich hat in der Nacht auf Donnerstag ein Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim in Vintl in Südtirol geendet. Laut Angaben des Landes warfen Unbekannte drei Molotow-Cocktails auf das von der Vereinigung „Volontarius“ betriebene Ficherhaus, indem derzeit 20 nordafrikanische Flüchtlinge untergebracht sind. Verletzt wurde niemand, auch der Sachschaden halte sich in Grenzen, hieß es.

Landeshauptmann Luis Durnwalder verurteilte den Anschlag in einer Aussendung „mit aller Entschiedenheit“. Er habe mit Bedauern feststellen müssen, dass so etwas auch in Südtirol habe passieren können, erklärte Durnwalder: „Dieser Anschlag ist ganz sicher kein Ruhmesblatt für unser Land.“

Die 20 untergebrachten Flüchtlinge waren laut Karl Tragust, dem Koordinator für die Nordafrika-Flüchtlingshilfe des Landes, im vergangenen Jahr von Libyen geflohen. „Sie sind seit den Sommermonaten in Vintl, die Lage war bisher immer ruhig und die Reaktion der Bevölkerung auf die Flüchtlinge positiv“, betonte Tragust. Das Heim könne trotz des Anschlags weiter betrieben werden. (APA)

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