Neue Standorte unter der Lupe

Von Catharina Oblasser...

Von Catharina Oblasser

Lienz –Aus zwei Gründen soll das Schulzentrum Lienz-Nord dringend übersiedeln: Erstens herrscht an Volks-, Haupt- und Polytechnischer Schule akute Platznot, zweitens bräuchte das angrenzende Bezirkskrankenhaus die Flächen dringend. „Die Krankenpflegeschule soll ausgeweitet werden“, begründet die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik. Schon lange hofft der Bezirkskrankenhausverband darauf, dass die Schulen den Platz räumen.

Wohin die Kinder zwischen sechs und 15 allerdings sollen, steht noch nicht fest. Im Gespräch ist das ehemalige Konvikt, das Internat neben dem Gymnasium in der Maximilianstraße. Ein Vorteil dabei wäre die örtliche Nähe zu einer anderen Bildungseinrichtung, auch ein Kindergarten befindet sich dort. Das Konvikt gehört der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG). Zurzeit wird erhoben, ob nach dem Abriss des jetzigen Gebäudes genug Platz für die drei Schulen wäre. „Eine Option könnte auch sein, dass die Volksschule am jetzigen Standort bleibt und dort mehr Flächen bekommt. Aber das ist alles noch offen“, meint Blanik. Bedenken, dass die BIG das Areal anderweitig verkauft, hat Blanik nicht. „Die Fläche ist als Schule gewidmet. Umwidmen kann das nur die Stadt.“

Die zweite Möglichkeit ist ein Neubau am alten Vieh­areal in der Nußdorferstraße. Der Grund gehört der Raiffeisengenossenschaft Osttirol (RGO), die mit den meisten Geschäftszweigen, auch mit der Viehversteigerung, bereits an den Stadtrand gezogen ist. „Die Genossenschaft wollte noch die Neueröffnung der RGO-Arena Ende April abwarten, bevor sie sich nähere Gedanken über die Nachnutzung macht“, erklärt die Bürgermeisterin. Konzepte dafür gibt es schon: Architekturstudenten haben im Rahmen eines Wettbewerbs Vorschläge erarbeitet.