Land mahnt Beteiligung ein

Das Ringen um eine Finanzierung für den Neubau des Freizeitzentrums Fulpmes-Telfes bleibt spannend. Das Land setzt eine Beteiligung der Gemeinden voraus.

Von Christoph Mair

Fulpmes –In diesem Fall lässt sich zwischen den Zeilen beinahe mehr herauslesen als tatsächlich geschrieben steht. Die Rede ist von einer Anfragebeantwortung von Landesrat Johannes Tratter (VP) an den Abgeordneten und Gemeinderat Gottfried Kapferer (Liste Fritz) bezüglich finanzieller Mittel des Landes für den Neubau des Hallen- und Freischwimmbades Fulpmes-Telfes.

Wie berichtet, plant die Bädergemeinschaft Fulpmes-Telfes, an Stelle des alten, mittlerweile geschlossenen, Hallenbades eine neue Anlage (siehe Bild) zu errichten. Die geschätzten Kosten liegen bei zwölf Millionen Euro. Um diese bewältigen zu können, rechnen die Projektbetreiber sowohl mit Unterstützung des Landes als auch mit Beiträgen der Stubaier und auch der Wipptaler Gemeinden.

Aus den angesprochenen Kommunen kamen zuletzt jedoch verhaltene bis hin zu klar ablehnende Signale. Tenor: Man habe selbst genug Baustellen und brauche das Geld in der eigenen Gemeinde. Das Land, beteuerte auch der Fulpmer Bürgermeister Robert Denifl wiederholt, sehe das Freizeitzentrum jedoch als regionale Einrichtung für Stubai- und Wipptal. Als solche sollte sie in der Frage der Unterstützung nicht anders behandelt werden als andere derartige Projekte, hatte LH Günther Platter in einer früheren Anfragebeantwortung an Kapferer bereits mitgeteilt und als Beispiel das Erlebnisbad Ehrenberg in Reutte angeführt. Dass die Gleichbehandlung allerdings auch eine finanzielle Anstrengung der Gemeinden selbst voraussetzt, lässt Tratter in seiner Antwort durchklingen: Bei Gesamtkosten von rund 13,7 Mio. Euro hätten die Planungsverbandsgemeinden, die einen Investitionsbeitrag für das Bad geleistet haben, Bedarfszuweisungen in Höhe von 900.000 Euro vom Land erhalten, schreibt Tratter.

Insgesamt haben die Gemeinden des Planungsverbandes für Ehrenberg Zuschüsse in der Höhe von 1,9 Mio. Euro geleistet. Für Gottfried Kapferer ist deshalb klar, dass das Land eine Beteiligung der Gemeinden für höhere Unterstützungen seinerseits voraussetzt. „In Reutte haben die Planungsverbandsgemeinden einen wesentlichen Infrastrukturbeitrag geleistet, auch wenn ein Teil des Geldes vom Land kam. Das haben die Planungsverbandsgemeinden des Wipptals bzw. des Stubaitals mit Ausnahme von Fulpmes und Telfes ja bereits dezidiert abgelehnt.“ Kapferer spricht sich dafür aus, intensiv mit den Gemeinden zu verhandeln.

Dafür sieht offenbar auch das Land noch Möglichkeiten: So seien für Planung und Ausschreibung des Schwimmbadneubaus bisher Bedarfszuweisungen in Höhe von 390.000 Euro (250.000 Euro für Fulpmes, 140.000 für Telfes) zugesagt worden. Weitergehende Zusagen würden noch nicht vorliegen, schreibt der für die Gemeinden zuständige Landesrat Johannes Tratter.