„Wir sind mehr als nur ein Außenseiter“

Handball Innsbruck Tirol startet heute (20 Uhr) in Krems in die Halbfinal-Serie (best-of-three) der Handball Liga Austria (HLA).

Von Tobias Waidhofer

Innsbruck –Es ist zwar keine Premiere, aber doch etwas Besonderes: Zum erst zweiten Mal (nach 2009) schafften die HIT-Handballer den Sprung in die Halbfinal-Serie (best-of-three) der Handball Liga Austria (HLA). Der erste Akt erfolgt heute in Krems. Dort wartet keine leichte Aufgabe auf die Innsbrucker: Immerhin gewannen die Niederösterreicher nicht nur den Grunddurchgang, sie schlossen auch das Meister-Play-off als beste Mannschaft ab. Als Außenseiter sieht Trainer Stefan Öhler seine Truppe deshalb aber noch lange nicht: „Natürlich wird ein Sieg gegen die heimstarken Kremser schwer. Aber wir haben unsere Möglichkeiten.“

Hoffnung sollten den Innsbruckern die Duelle im Grunddurchgang geben, als man sich mit einem Heimsieg und einen Auswärtsremis schadlos hielt. Die zwei Pleiten im Meister-Play-off müssen Povilas Babarskas und Co. hingegen schnell aus ihrem Gedächtnis streichen. Vor dem Gegner hat Öhler jedenfalls großen Respekt. „Wahnsinn, was die in Krems jedes Jahr leisten“, verneigt sich der HIT-Trainer vor der Arbeit von Coach István Szilágyi. „In der Deckung und auf der Torwartposition (Wolfgang Filz­wieser, Anm. der Redaktion) sind sie sehr stark. Die Kremser Mannschaft spielt seit drei Jahren fast unverändert zusammen. Da weiß jeder, was der andere tut.“ Trotzdem bleibt Öhler bei seiner Einschätzung: „Wenn beide Mannschaften ihre Form halten, wird es knapp.“

Krems-Torhüter Filzwieser schätzt die Ausgangsposition ähnlich ein: „Die Chancen sind für beide Mannschaften gleich, der Liga-Alltag ist vorbei. Jetzt gibt es nur noch Endspiele, bei denen auch die Tagesform mitentscheiden wird.“ HIT reist mit Selbstvertrauen im Gepäck in die fünftgrößte Stadt Niederösterreichs. Mit dem ersten Sieg seit 12 Jahren in Hard hatte man am vergangenen Wochenende den Einzug ins Halbfinale klar gemacht. Außerdem sind die Innsbrucker seit Mitte März ungeschlagen und konnten zuletzt drei Siege in Folge feiern. Auch personell kann das Trainerteam heute aus dem Vollen schöpfen. „Alle sind fit“, erklärt Öhler.

Das zweite Spiel der Best-of-three-Serie am kommenden Mittwoch (20.30 Uhr) geht nun doch in der heimischen Hötting-West-Halle über die Bühne. Nach Rücksprache mit dem Trainer erteilte der HIT-Vorstand dem angedachten Umzug in die TIWAG-Arena eine Absage. „Hötting-West ist unsere Heimhalle, in der wir uns zuletzt stark präsentierten. Warum sollten wir ohne Not auf unseren Heimvorteil verzichten?“, freut sich Öhler über die Entscheidung. Beim bisher einzigen Auftritt im Halbfinale unterlag man dem HC Hard. Im Jahr 2012 scheint die Zeit endgültig reif für die Final-Premiere.