Selbst Wacker-Vorstand leistet Schütz-Hilfe

Das Sportbudget des FC Wacker Innsbruck: knapp drei Millionen Euro – und gedeckt. Auch der Vorstand trug zuletzt das Seine dazu bei.

Von Florian Madl und Susann Frank

Innsbruck –Die Vorstandsmitglieder des FC Wacker Innsbruck leisteten schon einmal Schützenhilfe – oder besser: Schütz-Hilfe. Drei Millionen Euro betrug das Sportbudget 2011/12 (Gesamtbudget 7 Mio. €), Sprünge ließ das nur im eingeschränkten Rahmen zu. Im Vorjahr ging das so weit, dass die Kosten für den „Schnäppchen-Transfer“ von U21-Teamspieler Daniel Schütz (aus Altach/100.000 €) von den Vereinsobersten getragen wurden. „Wir haben eine Haftung übernommen und den Spieler finanziert“, erzählt Obmann Kaspar Plattner zum Geschäft.

Der Steirer gilt als heiße Aktie am Transfermarkt, ein Wiederverkauf sollte dem Verein zumindest die gleiche Summe bescheren (Marktwert laut Internetportal transfermarkt.at: 375.000 €). Dem Vernehmen nach soll sich nur ein nicht mehr im Wacker-Vorstand befindliches Mitglied der Zahlung enthalten haben, der Wechsel des Flügelflitzers ging ungeachtet dessen über die Bühne.

Das aktuelle Sportbudget liegt noch 300.000 Euro unter dem des Vorjahrs, allerdings läuft das Geschäftsjahr bis 30. Juni 2013. Plattners Credo: „Sollten wir noch Sponsoren finden, dann fließt das Geld rein in das Sportbudget. Das Gesamtbudget ist ausfinanziert.“

Luftsprünge werde man auch heuer keine machen können, bestätigt der Obmann weiter. Das betrifft mögliche Neuverpflichtungen wie etwa David Polja­nec. Der 25-jährige Slowene in Diensten von Blau-Weiß Linz, heuer mit 16 Treffern einer der Besten der Heute-für-Morgen-Liga, gilt als Wunschkandidat der Tiroler. Sein Manager Max Hagmayr bestätigt das, nennt allerdings noch weitere Interessenten: „Die kommen aus Dänemark, Deutschland und Österreich.“ Fünf Vereine sollen wegen des „Knipsers“ angeklopft haben, Hagmayr weiß den Namen FC Wacker indes zu schätzen: „Ein tolles Stadion, ein tolles Umfeld, eine gute Mannschaft.“

Einer ungewissen Zukunft blickt derzeit auch Wacker-Innenverteidiger Iñaki Bea (33) entgegen. Dem Spanier, zuletzt fixer Bestandteil der Abwehr, gefällt es in Tirol. Und dort weiß man seine Fähigkeiten zu schätzen. Entscheidung über seinen Verbleib ist indes ist noch keine gefallen: „Die Situation ist verwirrend und nicht angenehm, weil ich keine Sicherheit habe. Aber das muss ich akzeptieren.“