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Häftling gelang bei Spitalbesuch in Wien Flucht

Der Flüchtige muss wegen Vergewaltigung eine mehrjährige Haftstrafe absitzen.

Wien – Ein Häftling der Justizanstalt Mittersteig ist während eines Besuches im Heeresspital in Wien-Floridsdorf geflohen. Der 41-jährige Niederösterreicher war wegen Vergewaltigung zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteil worden. Der Mann dürfte nach ersten Informationen einen Gang auf die Toilette dazu genutzt haben, in die Freiheit zu gelangen. Eine Großfahndung der Polizei, bei der auch Hubschrauber zum Einsatz kamen, blieb vorerst ergebnislos, so Erich Huber-Günsthofer von der Vollzugsdirektion Wien.

Der Mann war am Vormittag zu einer Untersuchung ins Heeresspital in der Brünner Straße gebracht worden, in dem Häftlinge der Justizanstalt Mittersteig behandelt werden. Begleitet wurde er von einem Justizwachebeamten. Er trug dabei Zivilkleidung, „in Österreich haben Häftlinge ein Recht auf normale Kleidung“, erklärte der Sprecher.

Während eines Ganges auf die Toilette dürfte der Mann über ein Fenster aus dem zweiten Stock entkommen sein. „Neben dem kleinen Fenster führt eine Dachrinne nach unten“, sagte Huber-Günsthofer. Über die dürfte der Mann geflohen sein.

Der 41-Jährige hätte noch neun Jahre seiner Freiheitsstrafe zu verbüßen gehabt. Verurteilt worden war er wegen eines Sexualdelikts im Familienverband. „Die Rückfallgefahr ist nach Einschätzung von Experten als moderat zu bewerten“, so Huber-Günsthofer.

Eine Großfahndung nach dem Flüchtigen wurde umgehend eingeleitet. Die Justizwachebeamten erhielten dabei von der Polizei Unterstützung, die das Gebiet rund um das Spital auch mit einem Hubschrauber abgeflogen ist. Am Nachmittag wurde die Suche im Rahmen des normalen Streifendienstes aufrechterhalten. Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen. (APA)

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