Flugrettung: Erste Gesprächsrunde positiv

Keine Rechnung an Patienten bei medizinischen Notfällen

Erste Eckpunkte zur Notarzthubschrauberfinanzierung sind bereits jetzt klar.

Innsbruck – „Egal welcher Notarzthubschrauber den Einsatz fliegt – Patientinnen und Patienten die aufgrund eines medizinischen Notfalls von der Flugrettung betreut werden, sollen künftig keine Rechnung mehr erhalten. Wir wollen eine schnelle und tragfähige Lösung im Sinne der Bevölkerung finden.“ Diese Ergebnis verkündete Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg im Anschluss an eine erste Gesprächsrunde zwischen dem Land Tirol, der Tiroler Gebietskrankenkasse (TGKK) und den Hubschrauberunternehmen. Anfang nächster Woche wird es eine neuerliche Gesprächsrunde vom Land Tirol mit den in der Flugrettung tätigen Unternehmen geben.

Einige Eckpunkte sind aber bereits jetzt klar: Die Sozialversicherung kommt wie bisher für ihren Anteil auf. Den Rest soll das Land übernehmen. „Wir wollen, dass die gesamte Rechnungsabwicklung zentral abläuft. Der Patient soll davon nichts bemerken“, erklärt Tilg. Hubschrauberunternehmen und Land bebsichtigen, medizinische Notfälle direkt abzurechnen.

Kostenübernahme bei medizinischen Notfällen

Pro Jahr gibt es in Tirol rund 7700 Einsätze der Flugrettung. Davon sind 2100 Rettungseinsätze auf medizinische Notfälle wie etwa Herzinfarkte zurückzuführen. Von diesen 2100 medizinischen Einsätzen wird rund die Hälfte von ÖAMTC-Notarzthubschraubern geflogen. Der Rest verteilt sich auf die übrigen Anbieter.

Von der Neuregelung nicht erfasst sind Sport- und Freizeitunfälle. Sofern nicht über eine anderweitige Versicherung abgedeckt, waren solche Einsätze schon bisher privat zu bezahlen. Wer sich etwa beim Skifahren oder Wandern ein Bein bricht und mit der Flugrettung ins Krankenhaus gebracht wird, wird die Kosten dafür auch in Zukunft selbst übernehmen müssen. (tt.com)

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