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Dienstleister und Tourismus bescheren Plus

(Symbolfoto)

Wien – Die heimischen Dienstleister und der Tourismus haben mit ihren Ausfuhren der österreichischen Leistungsbilanz zu einem satten Plus vo...

Wien –Die heimischen Dienstleister und der Tourismus haben mit ihren Ausfuhren der österreichischen Leistungsbilanz zu einem satten Plus von 5,9 Mrd. Euro verholfen. Die Leistungsbilanz ist eine wichtige Größe, wenn es um die Bewertung einer Volkswirtschaft geht. Während die Dienstleister im Vorjahr einen kräftigen Überschuss von 14 Mrd. Euro erwirtschafteten, kam es im Güterhandel wegen gestiegener Rohstoffpreise zu einem deutlichen Minus von 7 Mrd. Euro. Das teilte die Nationalbank am Freitag mit.

Erstmals haben im Vorjahr die Dienstleistungen stärker zum Außenhandelsüberschuss beigetragen als der Reiseverkehr. Treibende Kräfte waren unter anderem der Transport, der Transithandel (dabei werden die Waren im Ausland beschafft und auch wieder abgesetzt) sowie EDV-Dienste, Architektur- und Ingenieurleistungen und Forschungs- und Entwicklungsleistungen.

Inzwischen haben die Außenhandelsumsätze – also die Exporte und Importe – wieder das Niveau von vor der Krise überschritten. Die Exporte stiegen auf 169,2 Mrd. Euro, die Importe auf 162,2 Mrd. Euro. Das entsprach 110 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die Exportquote stieg auf 56 %.

Mehr als die Hälfte der Exporte ging nach Deutschland, Italien, in die Schweiz und die USA. Auf Deutschland entfiel alleine mehr als ein Drittel der Ausfuhren. Deutlich vorgerückt im Ranking sind Frankreich (Platz 5), Tschechien (6), Russland und GUS (10) sowie China (12).

Obwohl die Dienstleister den Reiseverkehr im Vorjahr erstmals übertrumpft haben, sieht Tourismus-Bundesobmann Hans Schenner seine Branche weiter als führend an: „Der Tourismus reißt die österreichische Handelsbilanz einmal mehr heraus“, teilte Schenner mit. Der Reiseverkehr wies in der Handelsbilanz einen Überschuss von 6,74 Mrd. Euro aus – ein leichtes Plus.

Hatte Österreich bis 2002 traditionell einen negativen Leistungsbilanzsaldo, produziert die Wirtschaft seither mehr als es vom Ausland braucht. Der Grund dafür liegt laut Nationalbank in der erfolgreichen Ostöffnung. (TT, APA)

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