Pakistan

Selbstmordanschlag auf Kontrollposten der Polizei: 20 Tote

Mindestens 20 Menschenleben soll ein Selbstmordanschlag in Pakistan gefordert haben.

Islamabad - Die Zahl der Opfer bei dem Selbstmordanschlag auf einen Kontrollposten der Polizei im Nordwesten Pakistans am Freitag ist auf mindestens 20 gestiegen. Fast 60 weitere Menschen seien verletzt worden, als sich ein Mann am Freitag im Stammesgebiet Bajaur in die Luft gesprengt habe, sagte ein Sprecher der örtlichen Verwaltung.

Demnach wurden mindestens 13 Zivilisten sowie sieben Angehörige einer regionalen Stammespolizei getötet. Unter den Opfern sei auch ein ranghoher Kommandant. Zunächst hatten die Behörden von einem Angriff auf einen Militärposten und mehreren getöteten Soldaten gesprochen.

Die radikal-islamischen Taliban bekannten sich zu der Tat. Ein Sprecher sagte, Ziel des Anschlags sei der Kommandant der Stammespolizei gewesen. Die Truppe ist im halbautonomen Stammesgebiet für Recht und Ordnung verantwortlich und kooperiert im Kampf gegen Extremisten eng mit den regulären pakistanischen Sicherheitskräften.

Bajaur liegt an der Grenze zu Afghanistan und gilt als eine Hochburg der Aufständischen. Auch Angehörige des Terrornetzwerks Al-Kaida sollen sich dort versteckt halten. Erst am Donnerstag waren in der Bergregion bei einem Doppelanschlag fünf Menschen getötet worden, darunter drei Stammespolizisten. (APA/dpa)

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