Landespolitik

Grüne Kür: Solo für Mair in Innsbruck

Nach Innsbruck wollen die Grü- nen 2013 in Tirol mitregieren: Gebi Mair wird heute zum Spitzen-kandidaten in Innsbruck gekürt.

Von Peter Nindler

Innsbruck –Mit Gebi Mair nicht. VP-Chef LH Günther Platter hat sich bereits vor Wochen festgelegt. Mit dem grünen Jungpolitiker, der seit 2008 im Landtag sitzt, will er nach der Landtagswahl 2013 nicht eine Regierungsbank teilen. Und für den Chef des VP-Arbeitnehmerflügels LA Andreas Köll ist eine Koalition mit den Tiroler Grünen schwer vorstellbar, wenn Gebi Mair dort eine führende Rolle spielt. Bei den Grünen nimmt man diese Aussagen nicht so ernst. So wird bereits heute Gebi Mair zum Spitzenkandidaten der Grünen in Innsbruck gewählt. Dort haben die Grünen 2008 ein Direktmandat erreicht.

In der Bezirksversammlung gibt es keinen Gegenkandidaten zu Mair, was diesen freut. „Das ist schon ein gewisser Vertrauensvorschuss.“ Eines formuliert er jedoch ganz klar: Die Grünen wollen 2013 in Tirol mitregieren. Platters Vorbehalte lassen ihn kalt: „Der Landeshauptmann soll sich um seine personellen Angelegenheiten kümmern.“ Welche Rolle künftig im Landtag bzw. bei der Landtagswahl spielen wird, steht noch nicht fest. Mair, Landessprecherin Ingrid Felipe und LA Christine Baur ritten sowohl um den Klubvorsitz als auch um die Spitzenkandidatur. Georg Willi will sich als Klubchef zurückziehen und für den Nationalrat kandidieren.

Auch für Willi ist eine grüne Regierungsbeteiligung nach der Landtagswahl ein politisches Ziel. Dass Gebi Mair dafür ein Stolperstein sein könnte, glaubt er nicht. „Es ist die Aufgabe von jungen Politikern, unangenehme Fragen zu stellen und pointierte zu argumentieren.“ Allerdings rede man noch nicht über Koalitionen, zuerst werde einmal der Landtag gewählt.

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