Natur

1500 Trauergäste gaben Polizisten das letzte Geleit

Matrei i. O. – „Franz hat sich stets dafür eingesetzt, anderen das Leben zu retten. Seines hat er dabei verloren.“ Bewegende Worte fanden Pf...

Matrei i. O. –„Franz hat sich stets dafür eingesetzt, anderen das Leben zu retten. Seines hat er dabei verloren.“ Bewegende Worte fanden Pfarrer Stefan Bodner und Dekan Reinhold Pitterle am Freitagnachmittag in Matrei, als der tödlich verunglückte Franz Franzeskon zu Grabe getragen wurde. Der Osttiroler Alpinpolizist, selbst zigfacher Lebensretter, hatte am Sonntag bei einem Einsatz am Großvenediger den Tod gefunden. Der Hubschrauberpilot hatte das Tau, an dem Franzeskon hing, ausgehakt.

An die 1500 Trauergäste zollten dem Berg- und Flugretter Respekt. Auf dem Matreier Friedhof fanden sich Abordnungen von Polizei, Bundesheer, Rotem Kreuz, Berg- und Flugrettung und anderen Hilfsorganisationen und Verbänden ein. LHStv. Anton Steixner vertrat das Land, Polizeikommandant Helmut Tomac die Exekutive, zugleich den Arbeitgeber des Verunglückten. „Franz hat in Ausübung seines Dienstes sein Leben verloren“, zeigte sich Tomac ergriffen. Bürgermeister LA Andreas Köll drückte tiefes Mitgefühl für die Familie des Toten aus. Posthum erhält Franzeskon die goldene Verdienstmedaille der Republik Österreich. Einen letzten Gruß schickten die Hubschrauber des Innenministeriums und der ÖAMTC-Flugrettung ihrem verstorbenen Mitglied – mit einem Gedenkflug über den Friedhof während der Beisetzung. (co)

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