Gesellschaft

Neue Gewaltexzesse in mexikanischer Grenzstadt Nuevo Laredo: 23 Tote

Die Bürger des nordmexikanischen Bundesstaats Tamaulipas an der Grenze zu den USA sind aus dem Drogenkrieg der vergangenen Jahre zahlreiche Gewaltszenen gewöhnt.

Nuevo Laredo – Die Bewohner der nordmexikanischen Grenzstadt Nuevo Laredo sind am Freitag von neuen Gewaltexzessen erschüttert worden, die offenbar im Zusammenhang mit dem dort tobenden Kampf der Drogenkartelle stehen.

Zunächst wurden an einer stark frequentierten Brücke der Stadt vier erhängte Frauen und fünf erhängte Männer gefunden. Wenige Stunden später entdeckte die Polizei in einem Auto an einer der wichtigsten Straßen die Leichen von 14 geköpften Menschen - die abgeschlagenen Köpfe wurden dann in Kühlboxen vor dem Bürgermeisteramt aufgefunden.

Die Bürger des nordmexikanischen Bundesstaats Tamaulipas an der Grenze zu den USA sind aus dem Drogenkrieg der vergangenen Jahre zahlreiche Gewaltszenen gewöhnt. Die Funde vom Freitag sprengen aber auch das dort Übliche. Die Fundorte der Leichen wurden von den Sicherheitskräften abgeriegelt.

An der Brücke hing ein Spruchband, das auf die Streitigkeiten zwischen den Drogenkartellen Bezug nahm. Das Zeta-Kartell steht im Streit mit dem Golf-Kartell, das sich zuletzt offenbar dem Sinaloa-Kartell des flüchtigen Milliardärs Joaquín Guzmán angenähert hat. Im Drogenkrieg in Mexiko wurden seit Ende 2006 mehr als 50.000 Menschen getötet. (APA/AFP)

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