Weltpolitik

Knappes Rennen in Serbien

Belgrad – In Serbien ist der Wahlkampf vor den Parlaments-, Präsidentschafts- und Lokalwahlen zu Ende gegangen – ohne TV-Debatten der Favori...

Belgrad –In Serbien ist der Wahlkampf vor den Parlaments-, Präsidentschafts- und Lokalwahlen zu Ende gegangen – ohne TV-Debatten der Favoriten für das Präsidentenamt. Die beiden führenden Parteien, die Demokraten (DS) von Präsident Boris Tadic und die oppositionelle Serbische Fortschrittliche Partei (SNS) von Tomislav Nikolic, einem ehemaligen Ultranationalisten, beschränkten sich auf Kundgebungen Anfang der Woche. Nur die mitregierenden Sozialisten (SPS) organisierten eine Großkundgebung in der großen Sporthalle Arena.

Der Wahlkampf vermochte am Kräfteverhältnis zwischen der DS und der SNS offenbar nichts zu ändern. Auch die letzten Resultate der Meinungsforschungsagentur Faktor Plus zeigten, dass sich die SNS von Nikolic bei der Parlamentswahl 32,5 Prozent der Stimmen vor den Demokraten von Tadic mit 27 Prozent erhoffen kann. An dritter Stelle lagen stets die Sozialisten (SPS), die gemeinsam mit kleineren Bündnispartnern mit etwa 13,2 Prozent rechnen können. „Sie alle werden zu mir kommen müssen“, betonte Innenminister Ivica Dacic in Anspielung auf seine wahrscheinliche Rolle als Königsmacher.

Was das Präsidentenamt betrifft, wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden Favoriten Tadic und Nikolic und die Entscheidung erst in einer Stichwahl am 20. Mai erwartet. (APA)

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