Beherzte Absamer schossen sich den Frust von der Seele

Totgesagte leben länger: Absam feierte in St. Johann einen klaren 4:0 (2:0)-Erfolg. Reutte besiegte auswärts Kirchbichl nach einem 2:1-Pausenrückstand noch mit 3:2.

Von Christof Strasser

Innsbruck – „Das tut richtig gut“, meinte Reutte-Trainer Robert Scheiber – und die Erleichterung nach dem 3:2-Auswärtssieg in Kirchbichl war aus jedem Wort zu hören. Nicht zuletzt, weil der Erfolg ein verdienter war. Und nächste Woche können die Außerferner endlich wieder auf eigenem Rasen ran.

Seit dem 15. Oktober hatte die Scheiber-Elf nur zweimal vor eigenem Publikum gekickt. Davon einmal im Cup. Der Grund? Das Vereinsheim mit Umkleidekabinen und Duschen wurde abgerissen und neu errichtet.

In einer Woche beim beim Heimspiel gegen Kitzbühel wird das 950.000 Euro teure „Schmuckkastl“ offiziell eröffnet. „Mir fällt ein Stein vom Herzen. Durch die vielen Auswärtsspiele waren wir komplett aus dem Rhythmus“, versicherte Scheiber. Mit ein Grund, warum Reutte in diesem Spieljahr bislang nicht über das Mittelmaß hinauskam.

Schauplatzwechsel: Im Duell der Tabellen-Nachzügler zwischen St. Johann und Absam stand für beide Teams viel auf dem Spiel. Und es waren die Gäste, die Ball und Gegner beherrschten und mit einem nie gefährdeten 4:0-Erfolg für ein kräftiges Lebenszeichen sorgten. „Wir haben von der ersten Sekunde an aggressiv agiert und hochverdient gewonnen“, zeigte sich denn auch Absam-Coach Andi Glantschnig höchst zufrieden. Matchwinner wollte er keinen ausmachen. „Wir waren eine Einheit. Dieses Lob gehört der ganzen Mannschaft.“