Leichte, robuste Rasse auch im Ausland heiß begehrt

Imster Bezirksausstellung der Grauviehzüchter unterstrich den Erfolg der Qualitätsrasse auf den heimischen Märkten und in Nachbarländern.

Von Thomas Ploder

Imst –Nicht nur der Blick auf die aufgetriebenen Tiere erfreute bei der Bezirksgrauviehschau im Agrarzentrum West in Imst die Herzen der Organisatoren um Obmann Erich Scheiber und Geschäftsführer Otto Hausegger. „Früher waren solche Ausstellungen reine Altherrenveranstaltungen“, so Hausegger, „heute sieht man erfreulich viele Jugendliche und Damen im Publikum.“

Wie er weiter betont, befindet sich das Grauvieh generell auf einem erfreulichen Höhenflug. Es eigne sich vor allem für hohe Lagen und die Almwirtschaft. Als Kombinationsrasse stehen sowohl die Fleisch- wie die Milchproduktion im Mittelpunkt, die Mutterkuhhaltung liegt auch bei den Grauen voll im Trend. „Wir streben nach einer leichten, robusten Rasse, die sich ideal für den Nebenerwerb eignet“, so Hausegger, „und nicht nach der Formel-1-Kuh.“

Mit durchschnittlich vier Tieren pro Hof, die vermehrt von den Bäuerinnen versorgt werden, etablierten sich die Grauen vor allem in der kleinstrukturierten Landwirtschaft der Täler. Von den rund 4700 Herdebuchkühen der 1300 registierten Zuchtbetriebe stellten sich bei der Imster Bezirksausstellung rund 150 Züchter mit knapp 270 Tieren den Bewertungen der Jury, wobei die Jungzüchter mit besonders lautem Applaus bedacht wurden.

Verbandsobmann und Tiroler Grauviehpionier Erich Scheiber aus Sölden betonte vor allem die hohe Produktqualität und die ausgezeichenten Rassemerkmale. „Der Grauviehalmochs wurde inzwischen zum Synonym für hochwertigstes Fleisch“, erklärt Scheiber.

Die Erfolge der Tiroler Züchter blieben auch im Ausland nicht unbemerkt. So übertreffen die Kaufanfragen aus der Schweiz seit Längerem das verfügbare Angebot heimischer Züchter. Im Nachbarland will man in den Tal-lagen andere Rassen halten, in Almregionen aber massiv auf Grauvieh umsteigen.