„Horn ist reif für den Aufstieg“

Ex-Wacker-Trainer Michael Streiter ist mit dem SV Horn fix für die Aufstiegsrelegation qualifiziert und nahm mit der WSG Wattens den wahrscheinlichen Gegner unter die Lupe.

Von Wolfgang Müller

Innsbruck –Horn ist Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks im östlichen Waldviertel Niederösterreichs, hat rund 6500 Einwohner und klopft mit seinem Fußballklub fest an die Tür zu Ersten Liga. 2500 Zuschauer bejubelten den 2:1-Heimerfolg gegen Parndorf, damit ist es amtlich – dem vom Tiroler Michael Streiter betreuten SV Horn ist zwar der Titel in der Regionalliga Ost noch nicht sicher, der Relegationsplatz gegen den Meister aus dem Westen schon. Weil Amateurteams von Bundesligisten nicht aufsteigen dürfen. „Klar wollen wir jetzt auch noch den Meistertitel, aber eben nicht um jeden Preis“, will Streiter im Saisonfinale dem einen oder anderen seiner Leistungsträger eine Pause gönnen, damit in den beiden direkten Duellen um den Aufstieg in die Zweitklassigkeit die nötige Frische vorhanden ist.

„Wir haben die meisten Tore geschossen, die wenigsten erhalten, bestanden im Stahlbad Ostliga und wollen natürlich auch noch den letzten Schritt erfolgreich absolvieren. Die Mannschaft um Kapitän Aleksandar Djordjevic sowie den bundesligaerfahrenen Stürmern Mario Konrad und Michael Wojtanowicz sowie dem wieselflinken Philipp Zulechner hat Qualität“, so Streiter, der sich im Westligaderby an der Seite seines Präsidenten Thomas Kronsteiner zwischen Wattens und Kufstein seine Gedanken machte: „Wir werden in der Relegation wahrscheinlich auf Wattens treffen. Die stehen defensiv sehr sicher und treten taktisch kompakt auf. Nach vorne merkt man schon die zahlreichen verletzungsbedingten Ausfälle.“

Die Favoritenrolle? „Die Ostliga ist von allen drei Regionalligen die stärkste, das ist kein Geheimnis. Was für die Relegation nichts heißt: Da mischen andere Faktoren mit. Das wird eine reine Kopfsache – und dazu kommt die Tagesverfassung und womöglich die Leistung der Schiedsrichter“, blickt Streiter noch in eine ungewisse sportliche Zukunft, die infrastrukturelle Gegenwart in Horn lässt ihn schwärmen: „Wir haben fünf Rasenplätze, ein tolles Stadion mit neuem Glas-VIP-Klub für eine Million Euro. In der Relegation erwarten wir 4000 Fans. Da reden wir von richtigem Fußball. Horn ist reif für den Aufstieg.“