Was bleibt, ist die Pflicht, die Saison ordentlich zu beenden

Innsbruck – „Klar, der Europacuptraum ist vorbei. Aber ich kann mich an kein so verrücktes Spiel erinnern“, konnte sich Wacker-Sportdirektor...

Innsbruck –„Klar, der Europacuptraum ist vorbei. Aber ich kann mich an kein so verrücktes Spiel erinnern“, konnte sich Wacker-Sportdirektor Oliver Prudlo die 3:6-Heimniederlage gegen Mattersburg auch gestern noch nicht so recht erklären: „Wir vergeben die besten Chancen und die Burgenländer treffen aus allen Lagen.“

Was ein Novum zur Folge hatte – sechs Gegentore in einem Heimspiel wurden den Tiroler Fans in der Bundesliga-Geschichte überhaupt noch nie zugemutet. In der höchsten Spielklasse war es zudem das trefferreichste Spiel seit einem 7:2 von Kapfenberg gegen den LASK am 1. November 2009. Fakt ist, dass die Schwarzgrünen nun bereits acht Punkte hinter der Admira liegen.

Kommt es im Sommer zu einem Schnitt im Team? „Es wird Veränderungen geben, aber das ist ja nichts Neues“, so Prudlo, der in dieser Woche mit Inaki Bea sprechen will. Momo Ildiz, Bülent Bilgen, Georg Harding und Miran Burgic verlassen die Tiroler nach Saisonschluss. Zum Thema Burgic und seinen vergebenen Chancen wollte Prudlo auch noch etwas loswerden: „Man kann ihm alles absprechen, aber nicht sein Bemühen. Außerdem will er sich als Vertragsloser natürlich mit Toren für einen neuen Arbeitgeber präsentieren.“

„Viel riskiert, alles schiefgelaufen“, so fasste Trainer Walter Kogler den ernüchternden Trefferreigen gegen Mattersburg zusammen: „Nach vorne haben wir selten so gut gespielt, aber hinten wurde ordentlich gepatzt.“ Was für die restlichen Meisterschaftsspiele heißt? „Wir stehen in der Pflicht, die letzten Spiele ordentlich aufzutreten. Und das werden wir auch machen. Kann auch sein, dass im Hinblick auf das nächste Jahr ab und zu experimentiert wird“, erklärt Kogler, der sich zu den Transferaktivitäten und Kaderplanungen nicht äußern wollte bzw. konnte.

Der Wacker-Coach stellte in einer Unterredung mit Wacker-Obmann Kaspar Plattner bezüglich Zukunft die Frage nach den Möglichkeiten im sportlichen Bereich und den Zielen des Vereins: „Auf die Antwort warte ich noch. Dann kann ich mehr sagen“, hängt Kogler noch in der Warteschleife. (w. m.)