Gesellschaft

Al-Kaida-Anführer bei Angriff im Jemen getötet

Mitglieder der radikalen Shabaab-Miliz posieren in Somalia.
© AP

Sanaa - Bei einem Luftangriff im Jemen ist das Al-Kaida-Führungsmitglied Fahd al-Quso (Kuso oder Qasaa) getötet worden. Der mutmaßliche US-Drohnenangriff sei in der Provinz Shabwa im Osten des Landes erfolgt, sagte ein örtlicher Stammesführer am Sonntagabend. Am Montag töteten Al-Kaida-Kämpfer im Süden des Landes mindestens 20 jemenitische Soldaten.

Den Angaben zufolge wurden bei dem Luftangriff auch zwei Leibwächter al-Qusos getötet. Die Attacke sei von US-Streitkräften geflogen worden. Al-Kaida bestätigte den Tod seines Führungsmitglieds in einer elektronischen Kurznachricht.

Auch ein Beamter der US-Regierung, der namentlich nicht genannt werden wollte, bestätigte die Nachricht von al-Qusos Tod. Dieser habe zuletzt unter anderem neue Anschläge gegen die USA geplant.

Al-Quso wurde von den USA seit Jahren wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an dem Anschlag auf das Kriegschiff „USS Cole“ gesucht, bei dem im Jahr 2000 im Golf von Aden 17 US-Marinesoldaten getötet worden waren. Zu dem Anschlag hatte sich Al-Kaida bekannt. Die USA setzten eine Belohnung von bis zu fünf Millionen Dollar (gut 3,8 Millionen Euro) für Hinweise zu seinem Aufenthalt aus.

Bei zwei Angriffen von Al-Kaida-Kämpfern auf Stellungen der jemenitischen Armee wurden am Montagmorgen mindestens 20 Soldaten getötet. Unter den Opfern befänden sich auch vier Offiziere, hieß es aus Militärkreisen. Demnach erfolgten die Attacken südlich der Stadt Sinjibar, der Hauptstadt der Provinz Abjan. Die Stadt wird seit etwa einem Jahr von Al-Kaida kontrolliert.

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