405 Mio. Dollar Schadenersatz für einige Madoff-Opfer

Die Zahlungen an die Opfer des Anlagebetrügers erfolgen innerhalb der kommenden drei Jahre aufgrund einer zivilrechtlichen Einigung.

Albany – Einige der Opfer des US-amerikanischen Anlagebetrügers Bernard Madoff sollen 405 Mio. Dollar (323 Mio. Euro) Schadenersatz erhalten. Die Zahlungen erfolgen innerhalb der kommenden drei Jahre aufgrund einer zivilrechtlichen Einigung.

Der Generalstaatsanwalt des US-Staates New York, Eric Schneiderman, teilte am Sonntag mit, er habe eine zivilrechtliche Einigung zwischen dem Hedgefondsmanager J. Ezra Merkin und Kunden Madoffs erreicht. Merkin hatte vier Fonds mit Hunderten Anlegern geleitet und mehr als 2 Mrd. Dollar bei Madoff investiert. Die Entschädigung für die Opfer von Madoffs Schneeballsystem durch Merkin soll innerhalb der kommenden drei Jahre ausgezahlt werden. Der Staat New York soll 5 Mio. Dollar erhalten, um die Abfindung umzusetzen.

Ein Sprecher von Generalstaatsanwalt Schneiderman erklärte, er könne nicht abschätzen, welche Auswirkungen die Einigung auf andere Anleger haben würde, die durch Madoffs Betrügereien ebenfalls Geld verloren hatten.

Der Schaden durch Madoffs über Jahre hinweg betriebenes Schneeballsystem beläuft sich auf geschätzte 65 Mrd. Dollar. Tausende wurden Opfer der einstigen Wall-Street-Stars. Auch in Österreich verloren Anleger Geld, so versickerten etwa die Mittel des „Primeo“-Fonds der Bank Austria bei Madoff. Zahlreiche Klagen sind anhängig. Madoff wurde 2009 zu 150 Jahren Haft verurteilt. (APA/sda)

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