Kommissar DNA soll Rätsel um Bein lösen

Innsbruck – Von wem stammt das Bein, das am Freitag bei Zams aus dem Inn geborgen wurde? „Wir wissen es noch nicht, sind aber zuversichtlich...

Innsbruck – Von wem stammt das Bein, das am Freitag bei Zams aus dem Inn geborgen wurde? „Wir wissen es noch nicht, sind aber zuversichtlich, die Frage bald beantworten zu können“, sagt Walter Pupp, Chef des Landeskriminalamtes. Und zwar mit Hilfe einer DNA-Analyse.

„Wir schauen uns jetzt die Vermisstenfälle genau an und versuchen, von den Abgängigen DNA-Proben zu erhalten“, erklärt Pupp.

Proben, die die Kriminalisten beispielsweise an der Kaffeetasse finden, aus der ein Vermisster zuletzt getrunken hat. „Oder wir bitten nahe Verwandte um eine DNA-Probe. Das wäre eine weitere Möglichkeit für einen Vergleich mit den Erbanlagen des Beins.“

Weitere Körperteile wurden vorerst nicht entdeckt. Dass der Besitzer des sichergestellten Beins noch am Leben ist, gilt als nahezu ausgeschlossen. Ebenso unwahrscheinlich ist für die Ermittler, dass ein Gewaltverbrechen hinter dem mysteriösen Fund im Inn steckt. Vielmehr dürfte das Bein von einem Unfall- oder Suizidopfer stammen. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Körperteil durch eine so genannte Treibverletzung abgetrennt wurde.

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Anders ausgedrückt: Ein Zusammenstoß im Hochwasser führenden Inn, beispielsweise mit einem Baum, könnte­ zur Amputation geführt haben.

Nicht nur die Tiroler, sondern auch die Schweizer Behörden sind an den Ermittlungen beteiligt. Immerhin könnte es sich beim Besitzer­ des Beins um einen Eid­genossen handeln, der im Engadin in den Oberlauf des Inns gestürzt ist. (tom)


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