Langer Weg zu weniger Politik-Ausschüssen

Bei der Reduktion der Gemeinderatsausschüsse in Wörgl drehen sich die Mandatare im Kreis. Auch heute Abend scheint keine Lösung möglich.

Von Wolfgang Otter

Wörgl –Mit großem medialen Getöse hat die Freiheitliche Wörgler Liste (FWL) Anfang Februar eine drastische Reduzierung der Gemeinderatsausschüsse verlangt. Aus 16 sollten demnach sechs werden. Seither wartet man in Wörgl jedoch vergeblich auf Taten. Ein Vorschlag von Bürgermeisterin Hedi Wechner, die Reduzierung zur Chefsache zu erklären und die Fraktionsführer darüber diskutieren und entscheiden zu lassen, fand zu wenige Unterstützer im Gemeinderat.

Zuständig ist eigentlich der Verwaltungsausschuss, dessen Obfrau Carmen Gartelgruber auch FWL-Mandatarin ist. Und sie will heute Abend bei der Gemeinderatssitzung „fragen, ob man überhaupt eine Reduktion will“, wie sie gegenüber der Tiroler Tageszeitung erklärt. Erst dann werde sich der Ausschuss damit beschäftigen.

Nur ganz so einfach dürfte das nicht werden. Die Volkspartei könnte sich eine Reduktion vorstellen, aber „nur wenn es Sinn macht. Bei dem, was uns bisher vorgelegt wurde, können wir nicht mitgehen. Da will man den Personalausschuss mit einem anderen Gremium zusammenlegen. Das geht einfach aus Gründen der Vertraulichkeit nicht“, sagt Vizebürgermeisterin Evelyn Treichl (VP). Die Volkspartei könne aber nicht Ja zu Zusammenlegungen sagen, ohne vorher einen brauchbaren Vorschlag auf dem Tisch zu haben.

Für Vizebürgermeister Andreas Taxacher (Team Wörgl) ist der Weg falsch: „Zusammengefasst will sich der Ausschuss den Auftrag vom Gemeinderat geben lassen, sich etwas zu überlegen.“ Eigentlich müsste der Ausschuss einen Vorschlag unterbreiten.

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Laut Bürgermeisterin Hedi Wechner (SP) ginge es im Antrag darum, einen Arbeitskreis zu bilden. „Da machen wir uns ja zum Deppen, denn eigentlich hat der Gemeinderat die Angelegenheit zur Beratung in den Verwaltungsausschuss verwiesen“, sagt Wechner. Für sie sollte ohnedies die derzeitige Ausschussregelung noch die verbleibenden drei Jahre der Legislaturperiode gelten.


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