Postpläne in Tirol: Aus für acht Filialen, 21 neue Partner

Laut Vorstandsdirektor Walter Hitziger sollen Postdienstleistungen mittelfristig in 50 Filialen und 150 Partnerbetrieben geboten werden.

Von Helmut Wenzel

Innsbruck –Im Moment betreibt die Österreichische Post AG tirolweit 58 Filialen und 129 Postpartner. Das Dienstleistungsangebot soll sich weiter in Richtung Postpartner verlagern. „Mittelfristig werden wir mit 50 Filialen und 150 Postpartnern präsent sein“, sagte Postvorstand Walter Hitziger bei seinem Tirol-Besuch am Dienstag. Anlass war das Jubiläum „Zehn Jahre Postpartner in Tirol“.

Ob es letztlich einen Servicebetrieb mehr oder weniger geben werde, hänge auch von der Regulierungsbehörde RTR ab. Der dort angesiedelte Post-Geschäftsstellen-Beirat habe bei der flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung mit Postdienstleistungen ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. Grundsätzlich sei in ländlichen Gebieten ab 1650 Einwohnern ein Poststandort vorgesehen. Dieser Standort müsse für 90 Prozent der Bevölkerung innerhalb von zehn Kilometern erreichbar sein.

Eine Liste mit den Tiroler Postfilialen, die mittelfristig zugesperrt werden müssten, gebe es derzeit nicht, betonte Hitziger. Sehr wohl spiele die Rentabilität bzw. Umsatzentwicklung der Filialen eine Rolle bei der Entscheidung.

Das Netz der Tiroler Postpartner funktioniere gut und finde Akzeptanz bei den Kunden, unterstreicht der Postvorstand. Kundenzufriedenheit werde von der Post laufend abgefragt. Es liege an den Postpartnern, für gute Qualität zu sorgen, die mit einem Bonussystem entsprechend honoriert werde.

Nur in wenigen Einzelfällen, bei Übergabe, Schließung oder Branchenwechsel eines Betriebs, sei es zu einer Auflösung des Partnervertrags gekommen. Fast die Hälfte der Tiroler Postpartner sind Lebensmittelmärkte oder Trafiken. Aber auch 19 Gemeinden, 14 Tourismusbüros sowie einige Tankstellen und Apotheken bieten Postprodukte an. Die Philosophie bringt der Vorstandsdirektor anlässlich des Postpartner-Jubiläums so auf den Punkt: „Es ist der moderne Weg, die Versorgung des ländlichen Raums mit Postdienstleistungen zu sichern. Gleichzeitig bieten wir Nahversorgern ein zusätzliches wirtschaftliches Standbein.“


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